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Infrastruktur
Am Samstag droht ein Stau auf dem Weg nach Trier

Für die Ortsumgehung Hohensonne werden Tausende Tonnen Erde bewegt. Die Bagger haben sich schon einige Meter tief ins Erdreich vorgearbeitet.
Für die Ortsumgehung Hohensonne werden Tausende Tonnen Erde bewegt. Die Bagger haben sich schon einige Meter tief ins Erdreich vorgearbeitet. FOTO: Harald Jansen / H501655
Aach. Auf der B 51 bei Hohensonne wird aus Sicherheitsgründen eine Ampel aufgestellt. Von Harald Jansen
Harald Jansen

Man kann schon erkennen, was es werden soll. Ab Mitte kommenden Jahres sollen Autos und Lastwagen über den neuen Abschnitt der Bundesstraße 51 bei Aach-Hohensonne fahren können. Die Trasse für die neue Strecke entsteht mehrere Meter neben der vorhandenen Straße. Mehrere Meter tief müssen dafür Bagger graben. So tief, dass am Ende mehr als 120 000 Kubikmeter Erdreich bewegt worden sind (der TV berichtete).

Doch nicht nur neben der Bundesstraße wird gearbeitet. Auch die B 51 ist direkt von den Arbeiten betroffen. Unweit der Kapelle werden beispielsweise die beiden Richtungsfahrbahnen so geführt, dass an der neuen Brücke der L 43 über die künftige B 51-Fahrbahn gearbeitet werden kann.

Ein Ziel der Arbeiten ist nämlich nicht nur der Schutz der Menschen in Hohensonne vor Lärm und Abgasen der täglich rund 20 000 Fahrzeuge. Es geht auch darum, die Straße sicherer zu machen. Denn bisher befindet sich in der Siedlung eine Kreuzung. Einerseits mündet von Trier aus gesehen rechts die Landesstraße 43 von Aach her kommend in die Bundesstraße. Von Bitburg her kommend mündet rechts die Kreisstraße 8 von der Sauer her kommend ein (siehe Info). Beim Linksabbiegen auf die B 51 und beim Kreuzen der Bundesstraße hat es immer wieder gefährliche Situationen gegeben. Zudem sind in den vergangenen Jahren mehrfach Fahrzeuge vom rechten Weg abgekommen und erst nahe der Häuser zum Stehen gekommen.

Nach der Fertigstellung der Arbeiten gibt es nicht nur neue Auf- und Abfahrten von der Bundesstraße. Nach Plänen des Landesbetriebs Mobilität wird es für den Verkehr Richtung Bitburg eine weitere Überholspur geben. Diese zweiten Spuren reihen sich wie Perlen an einer Schnur auf der Strecke zwischen Bitburg und der Autobahn 64 bei Trier. Auch verschwindet durch das rund 13 Millionen Euro teure Projekt in Hohensonne die vorletzte Ortsdurchfahrt zwischen der A 60 bei Fließem und Trier. Einzig Welschbillig-Windmühle wird vorerst weiter durch die Bundesstraße zerschnitten. Zwar gibt es auch dort für eine Ortsumgehung Pläne. Doch die sind noch lange nicht so weit gediehen, dass an einen Baubeginn zu denken ist.

Zurück nach Aach-Hohensonne: Am kommenden Samstag wird es dort noch enger. Nach Auskunft des Landesbetriebs Mobilität Trier wird voraussichtlich in der Zeit von 8 bis 16 Uhr eine Ampel den Verkehr regeln. Als Grund dafür werden Arbeiten an der Verkehrssicherung genannt. Die Gleitwand, die die beiden Richtungsfahrbahnen voneinander trennt, wird auf rund 200 Metern versetzt.