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Infrastruktur
B 53 bei Schweich: Der „Todesabschnitt” wird entschärft

Im Kreuzungsdreieck B 53 (oben) und Mathenstraße (rechts) bei Schweich haben die Baggerarbeiten für den Ausbau einer Linksabbiegespur begonnen. Dadurch soll die gefährliche Einmündung sicherer werden. Sie gilt als Unfallschwerpunkt.
Im Kreuzungsdreieck B 53 (oben) und Mathenstraße (rechts) bei Schweich haben die Baggerarbeiten für den Ausbau einer Linksabbiegespur begonnen. Dadurch soll die gefährliche Einmündung sicherer werden. Sie gilt als Unfallschwerpunkt. FOTO: Albert Follmann / TV
Schweich. Bei Schweich haben die Arbeiten für eine Abbiegespur auf der B 53 begonnen. Ein Schulbusfahrer freut sich besonders darüber. Von Albert Follmann
Albert Follmann

„Guck mal da, es hat doch was gebracht”, freut sich Klaus Prümm aus Fell. Vor drei Jahren hat der TV auf seine Anregung über die gefährliche Situation im „Todesabschnitt” der B 53 im Einmündungsbereich der Mathenstraße in Schweich berichtet. An diesem Unfallschwerpunkt war damals gerade ein Radfahrer ums Leben gekommen.

Prümm, der jahrelang als Busfahrer Schüler der Meulenwaldschule auf der B 53 nach Schweich fuhr, kam täglich an diesem Kreuzungspunkt vorbei. Dabei beobachtete er mehrfach brenzlige Verkehrssituationen mit Fußgängern und Radfahrern. Deshalb plädierte er leidenschaftlich für den Bau einer Linksabbiegespur. Nur so sei gewährleistet, meinte Prümm, dass  man von Schweich kommend gefahrlos den Gegenverkehr abwarten könne, um in die Mathenstraße zu gelangen. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) hat Prümms warnende Worte, die auch von der Unfallstatistik der Polizei bestätigt wurden, erhört. Seit einigen Tagen wird fleißig an der Einmündung gebaggert.

Die Bundesstraße 53 wird auf einer Gesamtlänge von 230 Metern um eine Linksabbiegespur erweitert. Außerdem soll durch den Bau einer Querungshilfe die Radweganbindung verbessert werden.

Für die Dauer der Arbeiten, voraussichtlich drei Monate, wird eine Spur der Bundesstraße gesperrt. Ampeln regeln den Verkehr.  Die Ein- und Ausfahrt in die Mathenstraße ist für die Zeit der Bauarbeiten voll gesperrt. Die  Haltestelle Mathenstraße der Linie 116 (Schweich-Luxemburg kann nicht angefahren werden. Die Pendler müssen übergangsweise am Mitfahrerparkplatz bei Bekond (L 141/Industriepark Region Trier) zusteigen. In Schweich wurde keine geeignete Ersatzhaltestelle gefunden. Früher fuhr der Bus am Schwimmbadparkplatz ab, doch es gab Beschwerden von Badbesuchern, dass die Parkplätze dauernd belegt seien.

Laut LBM betragen die Baukosten 270 000 Euro. Zu 80 Prozent finanziert der Bund, die Stadt Schweich beteiligt sich mit 20 Prozent. Im Verlauf der Baumaßnahme wird der als Parkplatz genutzte Bereich unterhalb  der Autobahnbrücke („Fuchslager”) entwässert. Bei starken Regengüssen stand der Platz immer unter Wasser. Bisher sträubt sich der LBM dagegen, am Fuchslager einen offiziellen Park- und Ride-Platz auszuweisen. Der Parkbereich wird lediglich geduldet.

Nach Auskunft von Stadtbürgermeister Lars Rieger begründet dies der LBM damit, dass sich Eisbrocken von Lastwagen lösen könnten, die auf der A 1 fahren. Die Schollen könnten auf parkende Autos fallen und dann müsse der Landesbetrieb für eventuelle Schäden haften.

Der Vorschlag von Rieger, auf dem benachbarten ehemaligen Readymix-Gelände einen Pendlerparkplatz mit  einer Überquerung des Föhrenbach in Richtung Innenstadt auszuweisen, stieß bisher beim Schweicher Stadtrat nicht auf offene Ohren.

Auch könne das Fuchslager nicht wie erhofft in das Sanierungsgebiet Alt-Schweich eingegliedert werden, so Rieger gegenüber dem TV. Der Stadtbürgermeister hatte gehofft, Fördermittel für den Umbau zu einem geordneten Park & Ride-Parkplatz erhalten zu können. Damit hätte man seines Erachtens auch einen Beitrag zur Lösung der Parkprobleme in der Halteverbotszone am Winzerkeller leisten können.