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Bewegung für Große, Brunnen für Kleine

Pluwig. Ein Brunnen im Zentrum, drumherum Sitze aus Naturstein, Tischtennisplatte, Fußballwiese, Boule- und Spielplatz: So soll nach Ideen einer Arbeitsgruppe der Mehrgenerationenplatz in Pluwig aussehen. Der Gemeinderat verlangt aber noch Korrekturen - um den Kostenrahmen nicht zu sprengen.

Pluwig. Einen Platz im Freien, auf dem sich Kinder, Jugendliche und ältere Dorfbewohner aufhalten und sportlich aktiv sein können: Ein solches Gelände plant die Gemeinde Pluwig am Standort des bisherigen Kinderspielplatzes in der Kirchstraße - gleich neben dem neuen Baugebiet Spatelweg.
Boule, Tischtennis, Gymnastik


Zur Gestaltung dieses Mehrgenerationenplatzes hat Architekt Guido Müller von der Verbandsgemeindeverwaltung Ruwer dem Gemeinderat jetzt einen Entwurf vorgelegt. Ratsmitglieder, Erzieher, Jugendliche und ältere Dorfbewohner hatten daran mitgearbeitet. Ihre Ideen: Im Zentrum der Anlage soll ein großer Brunnen stehen, in dessen Frischwasserfontänen Kinder im Sommer spielen können. Rundherum sollen die Platzbesucher auf Natursteinblöcken sitzen. Nebenan sind ein Bouleplatz, eine Tischtennisplatte aus Beton sowie ein Pavillon als Ruheort geplant. An Gymnastikgeräten und Radtrainern können Jung und Alt ihre Fitness testen. Den Platz begrenzt eine Wiese mit Raum für Volleyballnetz und Fußballtor, die auch für Veranstaltungen der Gemeinde genutzt werden kann (siehe Grafik).
Der Spielplatz wird laut Müller komplett eingezäunt und umgestaltet. Geplante Spielgeräte: eine Tunnelröhre zum Hindurchkrabbeln, ein Klettergerüst mit Rutsche, eine Wippe und eine Vogelnestschaukel. Diskussionen gebe es noch um die geplanten Obstbäume, "weil diese Wespen anziehen", erläuterte Müller. Kitaleiterin Simone Wengeroth bestand allerdings auf einem Areal "mit vielen Bäumen und Büschen, wo die Kinder Verstecken spielen können".
Gemeinde begrenzt Kosten


Architekt Müller schätzt die Kosten für den Platz nach aktuellem Planungsstand auf 150 000 Euro. Die Gemeinde hat jedoch ein Maximum von 104 000 Euro festgelegt - 48 000 Euro an EU-Zuschüssen eingerechnet. "Wir müssen also reduzieren, haben dafür aber genug Potenzial", sagte Müller.
Der Rat stimmte dem Entwurf grundsätzlich zu, verlangte aber Nachbesserungen. Vor allem der Brunnen sei nach Meinung vieler Ratsmitglieder "überdimensioniert".
Zudem gab es Bedenken wegen des Pflegeaufwands. Ratsmitglied Josef Kruft (FWG) regte zudem an, bei "Kostenproblemen" die teuren Natursteine gegen günstigere Sitzmöglichkeiten auszutauschen.
Der Architekt schlug dem Rat vor, die Arbeiten bald auszuschreiben, mit dem Bau aber erst im Frühjahr zu beginnen - weil die Baufirmen derzeit ausgelastet seien. Dies muss laut Ortsbürgermeister Wolfgang Annen mit den Zuschussgebern geklärt werden. Die EU hatte ihre Förderung zuletzt an einen Baubeginn vor Jahresende 2012 geknüpft. cweb