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Das i-Tüpfelchen des Jahrgangs

Nach einigem Bangen haben die Eiswein-Winzer an Mosel, Saar und Ruwer am frühen Donnerstagmorgen doch noch Glück gehabt: Bei sechs bis 8,5 Grad minus ernteten sie halbgefrorene Trauben mit Mostgewichten zwischen 140 und 160 Grad Oechsle.

Trier/Kanzem/Trittenheim. (woc) "Das war allerhöchste Eisenbahn", sagt Andreas Barth, Kellermeister im Weingut von Othegraven in Kanzem an der Saar. "Wenn es jetzt nicht richtig kalt geworden wäre, hätten wir wieder keinen Eiswein gehabt", bestätigt der Trier-Olewiger Winzer Peter Terges. Denn die frühe Reife der Trauben im Sommer 2006 und der anschließende warme Winter hatten im vergangenen Jahr die Eisweinlese ausfallen lassen. "Diesmal sind wir mit der Qualität sehr zufrieden", sagt Terges. "Die Menge ist ausreichend", freut sich Barth. Bei minus 8,5 Grad hatten seine Trauben am Donnerstagmorgen einen Oechsle-Wert von 156 Grad. Im Weingut Reichsgraf von Kesselstatt habe man "hoffnungsvoll gewartet und gebangt", bevor man sich jetzt über den Riesling-Eiswein aus der Saar-Lage "Scharzhofberg" freue. "Dieser Eiswein ist für uns das i-Tüpfelchen auf einem grandiosen Jahrgang 2007", schwärmt Annegret Reh-Gartner. In Trittenheim an der Mosel erntete das Weingut Franz-Josef Eifel am Donnerstagmorgen bei minus 8 Grad seinen Eiswein, Mostgewicht: 140 Grad Oechsle.