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Der Ball rollt: Hochwaldhalle in Osburg eingeweiht

FOTO: Christa Weber
Osburg. Schüler und Sportler aus dem vorderen Hochwald haben lange darauf warten müssen: Am Samstag durften sie nun endlich die neue Mehrzweckhalle in Osburg in Betrieb nehmen. Etwa 150 Gäste und viel politische Prominenz waren am Wochenende bei der Einweihung der zentrale Hallensportanlage der Verbandsgemeinde Ruwer dabei.

"Was für ein schöner Samstag" rief Bernhard Busch, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Ruwer, den etwa 100 erwachsenen Gästen und 70 Schulkindern in der Osburger Mehrzweckhalle zu. Sie alle - darunter viel politische Prominenz - waren zur offiziellen Einweihung der neuen zentralen Hallensportanlage der Verbandsgemeinde gekommen. Der Osburger Hochwald, erklärte Busch, habe nun "endlich die Halle, die er schon so lange gebraucht hat".

Ab sofort steht die 3,7 Millionen Euro teure Anlage am Ortsrand von Osburg für Schulen, Vereine und Sportler der umliegenden Gemeinden offen. Bis zur Eröffnung der Hochwaldhalle war es allerdings ein langer Weg. Die ersten Planungsschritte für das Großprojekt gehen auf das Jahr 2006 zurück. Politische Streitigkeiten über die Größe der Halle, deren Finanzierung, die Auswahl der Planer und die Gestaltung des Daches hatten immer wieder für Verzögerungen gesorgt.

Erst im Herbst 2010 wurde mit dem Bau begonnen. Auch darauf ging der VG-Bürgermeister in seiner Ansprache ein: Es sei "harte Arbeit" nötig gewesen und "viel Herzblut geflossen", sagte Busch. Die Verbandsgemeinde sei dabei "in neue rechtliche Bereiche geführt worden". Aber letztlich habe man das Projekt "zu einem guten Ende geführt" und eine Halle gebaut "die zu den baulichen Kronjuwelen" der VG gehöre.

Dass sich diese Halle schnell mit Leben füllen wird, bewiesen die künftigen Nutzer den Gästen mit sportlichen Vorführungen. Unter anderem zeigten Dritt- und Viertklässler der Osburger Grundschule ihre Fertigkeiten beim Völkerball und Hip-Hop-Tanzen. Die Turner der DJK Pluwig/Gusterath ernteten viel Applaus für ihre gewagten Salti auf der Mattenbahn.

Bei einem anschließenden Tag der offenen Tür gab es Gelegenheit für die Besucher, sich ein Bild von der Ausstattung der neuen Sportanlage zu machen. Die zwei Spielfelder mit einer Größe von 22 mal 22 Metern können für alle gängigen Ballsportarten genutzt werden. Auf ihnen zeigten am Samstag die Volleyballerinnen der SG Osburg/Thomm und die Tischtennisspieler des TTC Osburg ihr Talent am Ball.

Die feste Zuschauertribüne hat 220 Sitzplätze und ermöglicht auch größere Turnierveranstaltungen. Die Heizanlage, deren Kessel mit Holzpellets befeuert wird, sorgt für angenehme Temperaturen. Im Nebentrakt sind Umkleiden und Sanitäranlagen untergebracht. Außerdem hat dort der Osburger Kegelverein mit vier Kegelbahnen ein neues Domizil gefunden.

Die Gäste waren von der neuen Sporthalle begeistert: "Die Investition hat sich gelohnt", sagte
Petra Mattes aus Thomm. Für einen großen Ort wie Osburg sei eine neue Halle "längst fällig" gewesen. Sie freue sich, dass ihr Sohn, der diesen Sommer eingeschult wird, die Halle auch bald nutzen könne.

Auch für den Osburger Ortsbürgermeister Hubert Rommelfanger war die Einweihung der Mehrzweckhalle ein wichtiger Moment. Neben dem Land (1,15 Millionen Euro), dem Landkreis Trier-Saarburg (289 000 Euro) und der VG Ruwer als Bauherrin (1,5 Millionen Euro) war die Gemeinde mit etwa einer Million Euro Euro maßgeblich an der Finanzierung des Großprojekts beteiligt. "Dafür haben wir jetzt eine neue Infrastruktur, die unsere Gemeinde weiter aufwertet", sagte Rommelfanger. Die Halle bedeute zudem "erheblich verbesserte Möglichkeiten für die Vereine und den Schulsport". Und sie sei so konzipiert, dass auch Konzerte oder andere Kulturveranstaltungen stattfinden könnten.