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Die Ferienspiele können kommen

Anhand von Partnerinterviews lernen sich die Betreuer besser kennen. Mit im Bild: Jugendpflegerin Julia Eiter (stehend). TV-Foto: Anja Fait
Anhand von Partnerinterviews lernen sich die Betreuer besser kennen. Mit im Bild: Jugendpflegerin Julia Eiter (stehend). TV-Foto: Anja Fait
Waldrach/Pluwig. Die Ferienspiele in der Verbandsgemeinde Ruwer stehen vor der Tür. Vom 18. bis 22. Juli legen die Eltern von 100 Grundschulkindern die Freizeitgestaltung ihrer Sprösslinge ganztägig in die Hände von Jugendpflegerin Julia Eiter und ihrem Betreuerteam, das sie zuvor fit macht für die Aufgaben. Anja Fait

Waldrach/Pluwig. Über ein "Händchen" im Umgang mit Kindern verfügen viele Menschen. Doch das allein reicht der Jugendpflegerin der Verbandsgemeinde (VG) Ruwer nicht aus. Bereits im dritten Jahr schult Julia Eiter die Betreuer, bevor die VG-Ferienspiele in den Sommerferien in Pluwig starten. Dieses Mal nehmen 21 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 32 Jahren an den Schulungen teil. Zum Betreuerteam zählen Sporttrainer, Babysitter, "große Schwestern" und Jugendfeuerwehrbetreuer. Auch vier junge Männer sind dieses Mal mit von der Partie.
Einige der Teilnehmer sind bereits "alte Hasen" bei den Ferienspielen mit Julia Eiter. Sie kommen wegen der guten Erfahrungen aus den vergangenen Jahren. Wieder andere, auch neue Teilnehmer, sprechen davon, die Betreuertätigkeit unter anderem als "spaßbringende und sinnvolle Freizeitbeschäftigung" für sich selbst zu nutzen.
Auf dem Programm des ersten Lehrgangstags steht das gegenseitige Kennenlernen. "Damit alle Beteiligten zu einem Team zusammenwachsen können", sagt Julia Eiter.
Tom (31) ist zum ersten Mal mit dabei. Als Sporttrainer habe er zwar schon Erfahrungen mit Kindern gesammelt, gibt aber zu, dennoch gewisse Ängste zu haben. "Vor Unfällen oder anderen Situationen, mit denen ich mich noch nie auseinandersetzen musste", sagt er. Jugendpflegerin Julia Eiter erklärt: "Über all das werden wir sprechen. Ihr werdet hier viel lernen, auch über den Umgang mit Konflikten oder Unvorhergesehenem."
Weitere Themen der ganztägigen Schulungen: Aufsichtspflicht, Entwicklung und Lebenswelt von Kindern sowie Methoden der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung. Julia Eiter freut sich immer sehr auf diese Termine: "Die jungen Leute haben hier viel Spaß und können außerdem selbst eine Menge fürs Leben mitnehmen. Man kann hier schön beobachten, wie Jugendpflege sowohl einen Beitrag zur sozialpädagogisch anspruchsvollen Freizeitgestaltung als auch zur außerschulischen sozialen Bildung der ehrenamtlichen Betreuer leistet", sagt sie. Kommende Woche steht "Teamtraining mit und durch die Erlebniswerkstatt Saar" auf dem Schulungsprogramm.