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Gefahrguttransporter nach Unfall auf A 1 bei Schweich geborgen

FOTO: Agentur Siko
Schweich. Ein mit Wasserstoff beladener Sattelschlepper ist am Sonntagmittag auf der A 1 zwischen Schweich und Föhren von der Straße abgekommen und umgekippt. Die Bergung gestaltete sich schwierig, die Strecke war bis in die Nacht hinein gesperrt. Joachim Engbrocks


Wie die Autobahnpolizei Schweich mitteilte, kam der mit neun Einzeltanks bestückte LKW aus bisher ungeklärter Ursache gegen 12.30 Uhr unmittelbar hinter der Anschlussstelle Schweich nach rechts von der Fahrbahn ab, durchbrach die Außenleitplanken und kippte dann rund sechs Meter neben der Fahrbahn auf die rechte Seite.
Da die Tanks nur teilweise beladen waren, insgesamt rund 1500 Liter Wasserstoff, und die Ventile besonders gesichert waren, wurden die Tanks nicht beschädigt. Nach Polizeiangaben traten lediglich Kraftstoffe aus. Der leicht verletzte Fahrer wurde zur Beobachtung in ein Trierer Krankenhaus gebracht.

Die Bergung des LKW stellte sich nach Angaben der Autobahnpolizei "als nicht schnell zu lösendes Problem" dar. Aus dem Gefahrgutzug wurde bis in den Abend hinein der Wasserstoff mit Spezialvorrichtungen kontrolliert in die Luft abgelassen. Dabei bestand nach Polizeiangaben keine Gefahr für Mensch oder Natur. Danach wurden die speziellen Gastanks von einer Spezialfirma gesäubert.

Während der gesamten Bergung des auf der Seite liegenden Sattelzuges und der Säuberung wurde die A 1 in Richtung Koblenz zunächst bis 21.30 Uhr einspurig und anschließend bis zur endgültigen Bergung mit einem Spezialkran um 1.15 Uhr komplett gesperrt. Der Verkehr in Richtung Koblenz wurde über die Anschlussstellen Schweich und Föhren umgeleitet.

Die Feuerwehr Schweich sowie die Berufsfeuerwehr Trier mit Gefahrstoffzug, das DRK sowie die Polizei waren im Einsatz.
Der Gesamtschaden wird vorerst auf rund 100.000 Euro geschätzt.

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