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Gemeinden sind die "Ausputzer"

Offiziell wurde der Sauertal-Radweg nun an die Gemeinden übergeben. TV-Foto: Albert Follmann
Offiziell wurde der Sauertal-Radweg nun an die Gemeinden übergeben. TV-Foto: Albert Follmann
Seit Mitte April ist das neue Teilstück des Sauertal-Radwegs von Metzdorf nach Wintersdorf frei gegeben. Nun hat der Bauherr, der Landesbetrieb Mobilität, den Weg in die Obhut der Gemeinden überstellt. Von unserem Redakteur Albert Follmann

Langsur/Ralingen. Seit einigen Wochen ist der Sauertal-Radweg durchgängig befahrbar, und siehe da: Es hat ein regelrechter Radler-Boom entlang der Sauer eingesetzt, von dem auch die Gastronomie profitiert. Das neue Teilstück von Metzdorf nach Wintersdorf stärkt die Infrastruktur in Langsur und Ralingen, es bringt aber auch Arbeit. Denn die Sicherungspflicht geht vom Landesbetrieb Mobilität (LBM), unter dessen Regie der vier Kilometer lange und rund eine Million Euro teure Ausbau erfolgt ist, nun auf die Kommunen über. Diese müssen künftig dafür sorgen, dass keine Bäume oder Äste auf den Weg fallen können und die Fahrbahn sauber bleibt. Wie Ralingens Ortsbürgermeister Oswald Disch mitteilt, wurde bereits eine Kehrvorrichtung für den Gemeindetraktor angeschafft. Sein Langsurer Kollege Karl-Heinrich Orth will sich darum bemühen, einen Ehrenamtler für den zweimal im Jahr erforderlichen Baumcheck zu gewinnen. Die Reinigung sollen Gemeindearbeiter übernehmen.Auf große Zustimmung bei LBM und Bürgermeistern stießen Entwürfe des Planers Ulrich Bielefeld für zwei Hinweistafeln. Sie sollen am Radweg auf die ökologisch wertvollen Flutmulden bei Wintersdorf und die seltene Vegetation im "Schluchtwald" bei Metzdorf aufmerksam machen.