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Kommunalwahl
Genossen zeigen sich geschlossen - Viel Nachwuchs bei der SPD

 Sie wollen (wieder) in den Kreistag Trier-Saarburg. Die Bewerber der SPD Trier-Saarburg für die Wahl Ende Mai.
Sie wollen (wieder) in den Kreistag Trier-Saarburg. Die Bewerber der SPD Trier-Saarburg für die Wahl Ende Mai. FOTO: Medienhaus Trierischer Volksfreund / Harald Jansen
Konz. Die SPD Trier-Saarburg geht mit gleich 14 Nachwuchspolitikern ins Rennen um Kreistagsmandate. Von Harald Jansen
Harald Jansen

Spätestens seit der Wahlkreiskonferenz in Konz-Oberemmel wissen die 53 Kandidaten der SPD für die Kreistagswahl Ende Mai, worauf sie sich einlassen. Fraktionsvorsitzende Ingeborg Sahler-Fesel beschreibt die Arbeitsbedingungen so: „Wir sind ein Wanderzirkus und tingeln durch die Kneipen.“ Denn anders als in der Stadt Trier scheine es beispielsweise unmöglich, den Fraktionen einen eigenen Raum zur Verfügung zu stellen. Das werde von der CDU und deren Mehrheitsanhänger FDP und FWG verhindert.

Und auch sonst ist es aus Sicht der Sozialdemokratin eher nicht vergnügungssteuerpflichtig, im Kreisgremium mitzuarbeiten. Beispielsweise dann, wenn man sich beim wichtigen Thema Krankenhaus Saarburg „nicht immer auf die Informationen des Landrats und des früheren Geschäftsführers verlassen kann.“ Sie machte noch einmal deutlich, dass ihre Partei zum Krankenhaus steht und war zuversichtlich, dass mit der Landeskrankenhaus AöR ein Partner gefunden worden ist, der eine Zukunft für das Haus ermöglicht. In diesem Zusammenhang sagte Sahler-Fesel, das es erstaunlich sei, wie Landrat Günther Schartz (CDU) auftrete. Der lasse normalerweise kein gutes Haar am Land. Wenn es um die landeigene AöR gehe, sei er voll des Lobes.

Mehr auf den Gesamtzustand der Partei hob Kreisvorsitzender Dirk Bootz in seiner Begrüßungsrede ab. Es gehe nicht nur darum, als Zuschauer am Rand des Spielfelds zu stehen. Die SPD habe die richtigen Spieler, um die Tore zu schießen. Bootz sagte zudem, er habe höchsten Respekt vor den Kandidaten für die Ämter der Stadt- oder Ortsbürgermeister. „Die stehen 24 Stunden an vorderster Front.“

Bootz charakterisierte den Wahlvorschlag seiner Partei so: Vor fünf Jahren habe es fünf Kandidaten im Juso-Alter gegeben, nun 14. Es gebe mit Stephanie Zehren und Lena Weber zwei junge Topfrauen unter den ersten sechs Bewerbern, 15 Kandidaten im Alter 60 plus und 40 Prozent Frauenanteil. „Wir sind jung, weiblicher und trotzdem männlich“, stellte er fest.

Anders als beispielsweise bei der CDU gab es keine Änderungen der Liste, die im Vorfeld mit den Ortsvereinen und Arbeitsgemeinschaften abgestimmt worden war. Nicht mehr auf der Liste stehen die langjährigen Kreistagsmitglieder Walter Rausch, Alfons Maximini und Wolfgang Schäfer. Aktuell hat die SPD-Fraktion elf Mitglieder.

Die besten Ergebnisse fuhren Lothar Rommmelfanger (Platz 4, 80 von 81 Stimmen) und Monika Thömmes (Platz 35, ebenfalls 80 Stimmen) ein. Das mit Abstand schlechteste Ergebnis hatte Ingeborg Sahler-Fesel (Platz 1). Sie kam auf 62 Stimmen, was einer Zustimmung von rund 84 Prozent entspricht.