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Großbrand auf Sievenicher Hof - Pferde gerettet - 100 Wehrleute im Einsatz (Fotos/Update)

Der Sievenicher Hof am Tag nach dem Brand.
Der Sievenicher Hof am Tag nach dem Brand. FOTO: Polizei Trier
Trier/Aach. Ein Feuer auf dem Sievenicher Hof bei Aach hat am Donnerstagabend eine Scheune zerstört. Verletzt wurde niemand, mehrere Tiere wurden gerettet. Bei dem Großbrand waren rund 100 Feuerwehrleute im Einsatz. fbl/j.e./mc


Gegen 21.55 Uhr wurde Großalarm ausgelöst, nachdem auf dem Sievenicher Hof aus bisher ungeklärter Ursache ein Brand in einer Scheune des Reiterhofs ausgebrochen war. Meterhohe Flammen schlugen in den Himmel.

Mehrere Feuerwehren aus der Umgebung mit insgesamt 100 Wehrleuten rückten zum Brandort aus und nahmen umgehend die Löscharbeiten auf. Die Bewohner eines angrenzenden Wohnhauses konnten sich unverletzt ins Freie retten und im letzten Moment mehrere Pferde aus dem brennenden Stall und aus anderen Ställen auf einer Koppel in Sicherheit bringen.

In Windeseile breitete sich das Feuer in dem brennenden Gebäude aus, in dem rund 280 Heuballen lagerten. Mit mehreren Strahlrohren bekämpfte die Feuerwehr unter Atemschutz den Brand. Gelöscht wurde auch von einer Drehleiter aus. So wurde sichergestellt, dass das Feuer nicht auf das angrenzende Wohnhaus übergriff. Auch ein Gastank im Hinterhof musste gekühlt und gesichert werden.

Nach etwa zwei Stunden hatten die Wehrleute das Feuer unter Kontrolle, die Löscharbeiten dauerten aber noch bis spät in die Nacht. Auch am Freitagmittag war die Feuerwehr noch damit beschäftigt, Glutnester im Heu aufzuspüren und zu löschen, damit das Feuer nicht erneut ausbricht. Nach Volksfreund-Informationen wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt.

Die Polizei sprach am Freitagmorgen von einem Schaden im vermutlich niedrigen sechsstelligen Bereich. Die Ermittlungen der Kripo Trier gehen in alle Richtungen, zurzeit habe man aber keine Hinweis auf eine vorsätzliche Brandstiftung. Zeugen bittet die Polizei, sich unter der Telefonnummer 0651/9779-2290 zu melden.

Aufgrund der Gebäudeschäden konnten die Ermittler der Trierer Polizei die Brandstelle auch am Freitagvormittag noch nicht betreten, da Einsturzgefahr besteht. Erst nach dessen Sicherung können die Ermittlungen am unmittelbaren Brandherd, der im Bereich der Heuscheune vermutet wird, aufgenommen werden. Dabei werden die Beamten von einem Brandsachverständigen unterstützt. Das Wohnhaus wurde zwar in Mitleidenschaft gezogen, blieb aber bewohnbar.

Vor Ort waren rund 100 Angehörige mehrerer Wehren im Einsatz: die Löschzüge der Wache 1 und Wache 2 der Berufsfeuerwehr, die freiwilligen Wehren von Aach, Newel und Konz, der Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr und das DRK sowie der MHD Trier-Irsch, ein Notarzt und die Polizei. Die zeitweilige Sperrung der L 44 wurde am Morgen aufgehoben.

FOTO: Florian Blaes
FOTO: Florian Blaes