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Kein Empfang und viele Verständigungsprobleme

Reibungsloser Ablauf: Bei der Jahresgemeinschaftsübung im unteren Ruwertal trainieren Feuerwehr- und Rot-Kreuz-Leute gemeinsam. Foto: privat
Reibungsloser Ablauf: Bei der Jahresgemeinschaftsübung im unteren Ruwertal trainieren Feuerwehr- und Rot-Kreuz-Leute gemeinsam. Foto: privat
Mertesdorf. Die Jahreshauptübung der Feuerwehren im unteren Ruwertal hat wichtige Erkenntnisse mit sich gebracht. Während das Zusammenspiel der Rettungskräfte untereinander reibungslos verlaufen ist, kam es beim erstmaligen Einsatz der neuen Digitalfunkgeräte zu unerwarteten Schwierigkeiten. Anja Fait

Mertesdorf. Freitagabend, kurz nach 19 Uhr: In Mertesdorf heulen die Sirenen. Zeitgleich piepen die Funkmeldeempfänger der Feuerwehrleute in Kasel, Waldrach, Morscheid und Riveris. Außerdem wird das Deutsche Rote Kreuz (DRK) aus Riveris alarmiert. Die jährliche Gemeinschaftsübung der Rettungskräfte des unteren Ruwertals steht an. Die angenommene Ausgangssituation: Feuer im Mertesdorfer Pfarrheim mit mehreren vermissten Personen. Die Schwerpunkte der Jahresübung hatte Wehrführer Paul Hammes (Mertesdorf) auf "Ordnung an der Einsatzstelle" und den erstmaligen Einsatz des neuen Digitalfunks gesetzt.
Mit der Ordnung hat alles gut geklappt. Damit sich Mannschaften und Fahrzeuge während des Einsatzes an den engen Straßen rund um Kirche und Pfarrheim nicht gegenseitig behindern, gab es bei deren Eintreffen entsprechende Parkanweisungen. Auch wer welche Aufgabe übernimmt, war schnell geklärt. Reibungsloses Zusammenspiel der 120 Rettungskräfte also bei Brandbekämpfung, Innenangriff, Vermisstensuche und Einrichtung einer Verletztensammelstelle.
Unerwartet schlecht dagegen verlief der erstmalige Einsatz der neuen Digitalfunktechnik. Je nachdem, an welcher Stelle sich die Funker gerade aufhielten, kam beim Empfänger nichts an. Die Verbindungen brachen zwischenzeitlich komplett ab. Ein Aufrechterhalten des Funkkontakts war nur durch gezielten Positionswechsel möglich.
"Eine Riesenkatastrophe ist das jetzt nicht", sagte Josef Hartmann, Wehrleiter der VG Ruwer, "aber es gab tatsächlich Verständigungsprobleme, die so nicht absehbar waren." Hartmann will nun das Land über die schlechte Netzversorgung in Mertesdorf informieren. "Hier muss nachjustiert werden", sagte er, "die Netzstärke muss erhöht werden."
Wehrführer Hammes gewinnt dem Ganzen dennoch Positives ab: "Deshalb üben wir ja", sagt er. "Wir sind heute hier zu wichtigen Erkenntnissen gekommen, die nun in einer internen Gruppenführerbesprechung ausgewertet werden."