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Kinderansprecher im Ruwertal: Mädchen retten sich nach Hause

FOTO: Agentur Siko
Pluwig. Ein Mann hat am Montag gleich zweimal in Pluwig (Kreis Trier-Saarburg) Mädchen angesprochen und wollte sie überreden, in sein Auto zu steigen. Die Polizei will mit verstärkten Streifen reagieren. Ortsbürgermeister Wolfgang Annen fordert die Eltern zur Mitarbeit auf.

Die beiden Mädchen im Alter von fünf und neun Jahren haben richtig reagiert: Als sie am Montag gegen 12.30 Uhr und 16.30 Uhr auf dem Nachhauseweg von der Kindertagesstätte von einem Mann angesprochen wurden, liefen sie sofort nach Hause und benachrichtigten ihre Eltern. Die Polizei will nun auf die Vorfälle reagieren. "Unsere Kollegen werden in dem Bereich in den kommenden Tagen verstärkt Streife fahren", sagt Polizeisprecher Karl-Peter Jochem.

Die Ortsgemeinde Pluwig hat die Eltern bereits informiert. "Ich verspreche mir viel von den genauen Täterbeschreibungen der beiden Mädchen", sagt Wolfgang Annen, Ortsbürgermeister von Pluwig. Damit solche Vorfälle nicht mehr vorkommen, seien die Eltern aufgefordert, ihre Kinder nicht mehr alleine durch den Ort gehen zu lassen. "Die Eltern müssen ihre Kinder abholen", sagt Annen.

Auch in anderen Orten im Ruwertal, beispielsweise in Gusterath, sind in den vergangenen Monaten Kinderansprecher gesichtet worden. Deswegen rät Annen allen Eltern, ihre Söhne und Töchter noch einmal auf dieses Thema zu sensibilisieren. Annen: "Das gesunde Misstrauen sollte in den Kindern geweckt werden." as