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Mehrbelastung nach Straßensanierung?
B 51 in Hohensonne: Planer schließen zusätzlichen Lärmschutz für Anwohner aus

 Lärmveränderung durch Straßenneubau?
Lärmveränderung durch Straßenneubau? FOTO: Friedemann Vetter
Aach-Hohensonne. Nachgehakt: Bringt der Bau der neuen B 51-Ortsumfahrung Hohensonne mehr Lärm für die Anwohner mit sich? Einige Bürger der Siedlung empfinden das so. Von Harald Jansen
Harald Jansen

Der TV hat deshalb beim zuständigen Landesbetrieb Mobilität (LBM) Trier nachgefragt. Dessen Pressesprecher Hans Michael Bartnick sagt: „Durch den Bau der Straße wird es für Anwohner nicht lauter.“

Wenn irgendwo lediglich der Straßenbelag erneuert wird, muss das nicht lang und breit genehmigt werden. Die Arbeiten werden geplant und irgendwann ausgeführt. Beim Bau des neuen Teilstücks der B 51 in Aach-Hohensonne war das anders. In diesem Fall hat es ein Planfeststellungsverfahren gegeben. Dabei wird auch untersucht, welcher Lärm von der neuen Straße ausgeht. Dazu erklärt LBM-Sprecher Bartnick, dass die zugrunde gelegten Werte darauf beruhen, dass 2025 täglich 23 300 Fahrzeuge (Lkw und Pkw) unterwegs sein werden. Laut der Planunterlagen lag die Zahl im Jahr 2008 bei 22 900 Fahrzeugen

Wie bei Verkehrsprojekten üblich, so ist auch im Fall Hohensonne rechnerisch ermittelt worden, wie sich die Lärmbelastung verändert. Denn nur so lasse sich der prognostizierte Lärm ermitteln. Zudem würden diese Ergebnisse nicht durch Witterung, Uhrzeit oder Wochentage beeinflusst.

Die Ergebnisse zeigen laut LBM, dass es  auch „östlich der Ausbaustrecke liegenden Anwesen rechnerisch zumindest zu keiner Verschlechterung“ kommen wird. Westlich der neuen Straße – dort steht die Kapelle – bemerke die Bevölkerung hingegen eine deutliche Verbesserung (siehe Karte). Bartnick erinnert daran, dass Ziel des Projekts gewesen sei, die Ortslage hinsichtlich des hohen Verkehrsaufkommens zu entlasten. Gleichzeitig soll die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs gesteigert sowie die Verminderung der Immissionsbelastung und der Zerschneidung des Ortsteils erreicht werden.

Teilweise sind Häuser in Hohensonne mit Lärmschutzfenstern ausgestattet worden. Weitere  Häuser sollen nicht mit diesem passiven Lärmschutz ausgestattet werden. Eine Lärmschutzwand oder einen weiteren Lärmschutzwall wird es laut Bartnick nicht geben. Derzeit gebe es noch Gespräche wegen einer möglichen Bepflanzung des Randes der neuen Strecke.

In einer früheren Version des Textes waren anderen Zahlen zur Verkehrsbelastung genannt. Im täglichen Verkehrsaufkommen sind die LKW bereits enthalten. Laut Prognose werden 2025 in Hohensonne täglich 23300 Fahrzeuge unterwegs sein. 4900 davon sind LKW. Das ergibt einen Anteil von knapp 19 Prozent.