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LKW kracht in Stau-Ende - Acht Verletzte bei Auffahrunfall auf der A 1

In diesem LKW auf der A1 wurde die Fahrerin eingeklemmt und musste von der Polizei befreit werden.
In diesem LKW auf der A1 wurde die Fahrerin eingeklemmt und musste von der Polizei befreit werden. FOTO: Agentur Siko
Schweich. Bei einem Auffahrunfall auf der A 1 bei Schweich sind am Mittwochmorgen acht Menschen verletzt worden. Nach der Kollision im Nebel, an der insgesamt vier Fahrzeuge beteiligt waren, kam zeitweilig der Berufsverkehr in Richtung Trier/Saarbrücken zum Stillstand. Friedhelm Knopp


Dichter Nebel war am Mittwochmorgen Mitursache eines folgenschweren Auffahrunfalls auf der A 1 bei Schweich. Im starken Berufsverkehr hatte sich am Morgen auf der Fahrbahn in Richtung Saarbrücken/Koblenz ein Stau vor dem Dreieck Moseltal gebildet. Nach Angaben der Polizei war die Sichtweite zu dieser Zeit auf etwa 200 Meter beschränkt. Nach 7 Uhr reichte das Ende des Staus bis etwa 100 Meter hinter die A-1-Moselbrücke.
Gegen 7.30 Uhr bemerkte der 28-jährige Fahrer eines 7,5-Tonnen-LKW aus dem Kreis Mayen-Koblenz die stehenden Fahrzeuge viel zu spät. Der LKW krachte zunächst auf einen stehenden Lieferwagen und schob ihn zur Seite. Anschließend rammte er einen VW Polo und schob ihn auf einen Opel Corsa. Immer noch im Vorwärtsdrang rammte der LKW nochmals den Corsa und stieß schließlich gegen das Heck eines 40-Tonnen-Lastzuges.
Bei diesem Aufprall wurden das Fahrerhaus des 7,5-Tonners stark zusammengedrückt und der erheblich verletzte Fahrer eingeklemmt. Erst die Feuerwehr Schweich, die mit ihrem Rüstwagen anrückte, konnte den Mann mit schwerem Rettungsgerät aus der Zwangslage befreien. Der Verletzte wurde am Unfallort zunächst von einem Notarzt versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Weitere sieben Beteiligte aus den anderen Fahrzeugen erlitten leichte Verletzungen. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf mehr als 50 000 Euro.
Für den vorsorglich alarmierten Rettungshubschrauber aus Wittlich wurde kurzzeitig die Autobahn voll gesperrt - allerdings vergeblich, denn die Luftretter konnten wegen des Nebels nicht landen. Im Einsatz waren auch Rettungsdienste und Notärzte aus Trier, Hermeskeil und Schweich, die Autobahnpolizei und die Autobahnmeisterei. Während der Bergungsarbeiten konnte die Unfallstelle einspurig passiert werden. Die Folge war ein Rückstau, der sich erst gegen 10 Uhr aufzulösen begann. Für viele Berufspendler dürfte der Arbeitstag am Mittwoch verspätet begonnen haben. f.k.
Extra

Weitere Auffahrunfälle: Auf der A 60 zwischen den Anschlussstellen Wittlich-West und Landscheid, Fahrtrichtung Bitburg, prallte am Mittwoch gegen 6.30 Uhr ein Auto auf einen vorausfahrenden Sattelzug. Der 31-jährige Autofahrer und sein Beifahrer wurden verletzt. Fünf Verletzte forderte ein Auffahrunfall am Dienstag gegen 17 Uhr auf der L 141 bei Wittlich, Höhe Gasthof Zur Breit. Die Fahrerin eines VW-Passat wollte aus Richtung Salmtal kommend auf den Gaststättenparkplatz abbiegen und musste wegen Gegenverkehrs anhalten. Ein nachfolgender Fiat fuhr auf. In dem Passat wurden Fahrerin und Beifahrerin schwer, ein vierjähriges Kind leicht verletzt. Die Beifahrerin im Fiat erlitt schwere Verletzungen, ein elfjähriges Kind wurde leicht verletzt. f.k.