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Morscheider fahren noch länger weiter

An der Ausfahrt Kirchstraße endet der erste Bauabschnitt zur Erneuerung der Morscheider Ortsdurchfahrt. Laut Ortsbürgermeister Josef Weber, hier im Gespräch mit einem der Baggerführer, kann der zweite Abschnitt frühestens Anfang November in Angriff genommen werden. TV-Foto: Christa Weber
An der Ausfahrt Kirchstraße endet der erste Bauabschnitt zur Erneuerung der Morscheider Ortsdurchfahrt. Laut Ortsbürgermeister Josef Weber, hier im Gespräch mit einem der Baggerführer, kann der zweite Abschnitt frühestens Anfang November in Angriff genommen werden. TV-Foto: Christa Weber
Morscheid. Weil in Morscheid die Ortsdurchfahrt ausgebaut wird, gelangen die Bewohner zurzeit nur über den Umweg durch Riveris ins untere Ruwertal - und das wird wohl auch bis Anfang November so bleiben. Denn die Arbeiten am ersten Bauabschnitt in Morscheid verzögern sich. Christa Weber

Morscheid. Die Bagger sind seit Anfang Mai in der Ortsdurchfahrt Morscheid zugange. Für rund 1,39 Millionen Euro (siehe Extra) wird dort die Kreisstraße 65, die von Waldrach durch Morscheid weiter nach Riveris führt, saniert und ausgebaut. Die Fahrbahn wird auf 5,50 Meter verbreitert, zusätzlich werden Gehwege anlegt.
Anfang Oktober sollte der erste von vier Bauabschnitten bis hinter die Einmündung Kirchstraße abgeschlossen sein. Laut dem Morscheider Ortsbürgermeister Josef Weber gibt es jedoch Verzögerungen. "Wir wollten eigentlich diese Woche teeren, aber das müssen wir wohl auf Anfang November verschieben", sagt Weber. Grund dafür sei ein Problem mit den Rundbordsteinen. Beim Einbau sei eine hohe Zahl dieser Steine brüchig gewesen.. Die Lieferfirma und ein Trierer Labor hätten das Material daraufhin auf seine sogenannte Biegezugfestigkeit überprüft. "Bei der Eigenanalyse war der Normwert erfüllt, beim Trierer Labor lag das Ergebnis darunter", erläutert Weber. Für diese Abweichung gebe es bisher keine Erklärung.
Parallel sei auch der Widerstand des Bordsteins gegen Frost und Streusalz getestet worden - das Ergebnis liege Ende Oktober vor. "Deshalb haben wir uns mit allen Beteiligten geeinigt, vorher nicht mit der Teerdecke zu beginnen."
Mehrere Polizeikontrollen


Damit gilt auch die Umleitung durch Riveris (siehe Grafik), über welche die Morscheider derzeit ins untere Ruwertal gelangen, länger als erhofft. "Im Berufsverkehr ist das schon heftig, wenn da ein Bus oder LKW entgegenkommt", sagt Weber. In Riveris habe es zudem Klagen darüber gegeben, dass das am Ortseingang geltende Tempo 30 nicht eingehalten werde (der TV berichtete).
Laut Markus Kaldunski, Ortsbürgermeister von Riveris, hat sich die Situation dort "normalisiert". Die Polizei habe dreimal kontrolliert, das habe Wirkung gezeigt. "Es gab mehr Verstöße als wir erwartet hatten, bis hin zum Fahrverbot", bestätigt Rainer Ahmann von der Polizei Schweich. Von Kontrolle zu Kontrolle habe es aber weniger Verstöße gegeben. Dass die Umleitung nun länger gelte, vermutet Riveris\' Ortschef, "ist für die Morscheider sicher unangenehmer als für uns". Laut Josef Weber haben die Morscheider "Verständnis für den Aufschub", an dem weder Ortsgemeinde noch Baufirma schuld seien. "Die Anwohner sehen die Notwendigkeit ein. Schließlich wollen wir alle eine gute und sichere Straße haben." Der Umweg durch Riveris falle im Noember dann sicher weg. Während des zweiten Bauabschnitts zwischen der Ausfahrt Kirchstraße und der Abzweigung zum Sportplatz ist laut Weber eine innerörtliche Umleitung möglich.Extra

Für Sanierung und Ausbau der K 65 durch Morscheid werden insgesamt 1,39 Millionen Euro investiert. Die Verbandsgemeindewerke Ruwer verlegen parallel neue Wasser- und Kanalleitungen. Sie beteiligen sich mit etwa 430 000 Euro. Der Landkreis Trier-Saarburg gibt 650 000 Euro - enthalten sind in der Summe 480 000 Euro Landeszuschüsse. Bei der Ortsgemeinde verbleiben 310 000 Euro, wovon etwa 200 000 Euro die Anlieger der Ortsdurchfahrt zahlen. cweb