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Neuer Schlossherr gesucht

Das barocke Landschloss in Niederweis, 1751 für Franz Eduard Anton Baron von der Heyden erbaut und in den vergangenen Jahren umfangreich restauriert, soll einen neuen Eigentümer bekommen. Foto: TV-Archiv
Das barocke Landschloss in Niederweis, 1751 für Franz Eduard Anton Baron von der Heyden erbaut und in den vergangenen Jahren umfangreich restauriert, soll einen neuen Eigentümer bekommen. Foto: TV-Archiv
Niederweis. Baujahr: 1751. Zustand: Saniert. Lage: Top. Mit diesen Schlagworten wirbt eine Karlsruher Immobiliengesellschaft auf ihrer Homepage für den Kauf des Niederweiser Schlosses. Für 3,95 Millionen wird das barocke Denkmal in der Verbandsgemeinde Irrel zum Verkauf angeboten.

Niederweis. Exklusiver Lebensstil in historischen Mauern gewünscht? Wer das nötige Kleingeld hat, kann sich diesen Traum in der Südeifel erfüllen: Im Internet wird nach einem Käufer für das 1751 erbaute Schloss Niederweis gesucht - Kaufpreis: 3,95 Millionen Euro. "Seit Anfang des Jahres steht das Objekt zum Verkauf", bestätigt Steffen Landauf. Laut dem Geschäftsführer von Landauf Immobilien GmbH (Sitz Karlsruhe) haben sich mehrere Interessenten gemeldet. "Das Schloss ist in einem guten Zustand, in den vergangenen Jahren ist sehr viel investiert worden", sagt Landauf. In die Sanierung des barocken Schlosses hatten die bisherigen Eigentümer, Petra und Matthias Schneider, jede Menge Geld gesteckt: 2005 hatten sie das Anwesen gekauft und restauriert. Das ursprüngliche Vorhaben, den Hauptsitz eines international agierenden IT- und Telekommunikationsunternehmens im Schloss anzusiedeln, scheiterte. Anschließend setzte Matthias Schneider auf Gastronomie, organisierte Schlossführungen und machte das Landschloss der Öffentlichkeit für Events wie Hochzeiten, Rittertafeleien und Märkte zugängig: Rund 20 000 Besucher zog es zuletzt jährlich nach Niederweis. Wie es weitergeht, ist ungewiss. Gegenüber dem TV wollte sich das Ehepaar Schneider nicht äußern. Auch Christof Schackmann, Ortschef von Niederweis, kennt die Hintergründe für den geplanten Verkauf nicht, bedauert aber die Entscheidung: "Das ist für den Ort nicht gut, man weiß nicht, wie es danach weitergeht." Dass allerdings ein neuer Schlossherr gefunden wird, dafür sieht Immobilienmakler Landauf gute Chancen: Die Nachfrage nach Luxusobjekten sei da - "auch deshalb, weil es solche Bauten nicht überall auf der Welt gibt", sagt Landauf.slb/neb