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Verkehr
Am Plan für den Busverkehr der Zukunft muss gearbeitet werden

Die Busse der Trierer SWT fahren künftig nicht mehr nach Langsur. Die Verwaltung soll nun überlegen, wie das untere Sauertal doch noch an Trier angebunden werden kann.
Die Busse der Trierer SWT fahren künftig nicht mehr nach Langsur. Die Verwaltung soll nun überlegen, wie das untere Sauertal doch noch an Trier angebunden werden kann. FOTO: Medienhaus Trierischer Volksfreund / Roland Morgen
Trier. Sogenannte Linienbündeln sollen für einen besseren ÖPNV sorgen. Doch noch gibt es an einigen Stellen Klärungsbedarf. Von Harald Jansen
Harald Jansen

Es soll alles besser werden – im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Deshalb werden Buslinien im ehemaligen Regierungsbezirk Trier-Land neu geführt. Der Kreisausschuss Trier-Saarburg befasst sich in seiner Sitzung am Montag, 17 Uhr, Sitzungssaal der Kreisverwaltung mit dem Thema. Dabei geht es unter anderem um die Tatsache, dass sich Betriebe melden konnten, die Linien eigenwirtschaftlich betreiben wollten. Eigenwirtschaftlich bedeutet, dass die Verbindungen rentabel sind ohne dass öffentliche Zuschüsse fließen. Weder für den Bereich Trier-Land noch für die Region Schweich hat sich jemand gefunden, der ohne Zuschüsse fahren will. Konsequenz: Per Ausschreibung werden nun Firmen gesucht, die künftig den Busverkehr stemmen und die dafür Geld der öffentlichen Hand erhalten.

Gegenüber früheren Planungen gibt es einige Veränderungen bei den Linien. Im Raum Welschbillig und zwischen Föhren und Naurath/Eifel sollen die Kindergartenbusse auch während der Kindergartenferien im Sommer fahren.

Verbesserungen soll es auch für die Menschen im unteren Sauertal geben. Bisher fahren Busse der Stadtwerke Trier teilweise bis Lang­sur-Metzdorf. Damit ist ab dem 1. Januar 2019 Schluss (der TV berichtete). Nun soll die Verwaltung einen Vorschlag erarbeiten, der auch für das untere Sauertal ein Verkehrsangebot abends und am Wochenende vorsieht.

Am anderen Ende der Stadt soll das Trierer Verkehrsunternehmen hingegen mehr als geplant fahren. So sollen die Linie 8 und 87 weiterhin nicht im Stadtteil Quint enden, sondern weiterhin in Schweich. Seit 2012 gibt es diese Verbindung.

Auch für den Saarburger Raum fällt in der Sitzung des Kreisausschusses eine wichtige Vorentscheidung. Denn es wird auch über den Nachtragshaushalt des Kreises gesprochen. Und der ist notwendig, damit der Kreis Geld an die kreiseigene Krankenhaus Saarburg GmbH überweisen kann (der TV berichtete). Die Folge davon ist, dass der Haushalt des Kreises nicht wie geplant mit einem Plus von rund 620 000 Euro abschließt, sondern mit einem Minus von knapp 2,1 Millionen Euro. Da der Beschluss nach dem 1. Juli fällt, hat das noch keine direkten Auswirkungen auf die Ortsgemeinden. Denn ab diesem Zeitpunkt darf die an den Landkreis zu zahlende Kreisumlage nicht mehr erhöht erden. Vermutlich wird jedoch die Kreisumlage für 2019 noch stärker als ursprünglich geplant erhöht.