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Pastoralreferenten: Wer macht was im Dekanat Schweich-Welschbillig?

In der Oberstiftstraße 63 in Schweich haben sie neue Büroräume bezogen, die drei vom Dekanat Schweich-Welschbillig: (von links) Roland Hinzmann, Maria Koob und Matthias Schmitz. TV-Foto: Sandra Blass-Naisar
In der Oberstiftstraße 63 in Schweich haben sie neue Büroräume bezogen, die drei vom Dekanat Schweich-Welschbillig: (von links) Roland Hinzmann, Maria Koob und Matthias Schmitz. TV-Foto: Sandra Blass-Naisar FOTO: Sandra Blass-Naisar (sbn) ("TV-Upload Blass-Naisar"
Schweich. Das Pastoral-Team des Dekanats Schweich-Welschbillig hat sich vergrößert, thematisch neu aufgestellt und ist in ein größeres Büro in die Schweicher Oberstiftstraße 63 umgezogen. Im Gespräch mit dem TV erläutern die Pastoralreferenten ihre Arbeit.

Schweich. Der Proporz stimmt. Zwei Frauen und zwei Männer arbeiten künftig für die 38 400 Katholiken im Dekanat Schweich-Welschbillig. Beate Barg ist auch weiterhin für die Räte- und Frauenarbeit zuständig und hält die Fäden in Sachen Organisation und Kooperation in der Hand.
Zusammenhalt stärken


Neu im Team ist Maria Koob, die für die Jugend- und Schulpastoral verantwortlich ist. "Wir wollen Räume für Jugendliche schaffen, in denen sie sich selbst entdecken und entwickeln." Und: "Kirche hat den Auftrag, in der Gesellschaft Miteinander und Zusammenhalt zu stärken und das nicht nur auf religiöser Basis." Die junge, engagierte Frau wird sich künftig unter anderem bei der Firm-Vorbereitung und der Gedenkarbeit einbringen. Aus dem im vergangenen Jahr erfolgreich initiierten Anne-Frank-Projekt ist ein Jugend-"Stammtisch" entstanden, der Themen wie Vorurteile, Diskriminierung oder den Umgang mit Flüchtlingen diskutiert und ein Zivilcourage-Training organisiert.
Ein alter Hase im Team ist Pastoralreferent Matthias Schmitz. Er begleitet seit vielen Jahren die Kindertagesstätten im Dekanat, insbesondere die 15 Einrichtungen in Trägerschaft der Kita gGmbh. Mit viel Herzblut, Wissen und Initiative kümmert er sich um das große Thema Gedenkarbeit im Dekanat ("Leben in Aach") und die Dauerausstellung "Jüdisches Leben in und um Schweich" in der ehemaligen Synagoge". Zu den Tafeln zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in der Stadt Schweich, den Orten Leiwen und Klüsserath sollen weitere für Fell, Mehring und Trittenheim hinzukommen. "Ich wünsche mir auch eine digitale Präsentation in der Synagoge für die pädagogische Arbeit."
Familienpastoral und Flüchtlingshilfe sind die Themen von Roland Hinzmann, der im vergangenen Jahr sehr erfolgreich im Tandem mit Andreas Flämig vom Caritasverband Trier drei Willkommensnetzwerke in der Verbandsgemeinde Trier-Land mit mehr als 100 Ehrenamtlichen aufgebaut hat: Blaupause für viele andere Willkommensnetzwerke im Bistum Trier. Jetzt, da die Flüchtlingszahlen rapide abnehmen, möchte sich aktuell das gut funktionierende Willkommensnetzwerk "Flüchtlingshilfe auf der Fidei" zu einem Bürgernetzwerk mit Einkaufsdiensten, Nachhilfe, Behördengängen und Omaservice für alle Bürger weiterentwickeln", berichtet Hinzmann. Sein neuestes Projekt in Sachen Familienarbeit ist die "Überraschungskirche", ein innovativer Weg in Sachen Glaubensweitergabe, wie er vor allem in der anglikanischen Kirche beliebt ist, eine Unterstützung für Eltern, die ihren Kindern Religion nicht vorenthalten möchten. Alle 6 Wochen kommen Familien unter dem Thema einer Bibelstelle zusammen, um gemeinsam einen Wortgottesdienst zu feiern und den Nachmittag in Gemeinschaft zu erleben. sbn