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Ruwerer Standort bis 2015 gesichert

Bürgermeisterin Angelika Birk sieht in der Grundschule in Ruwer eine wichtige Zentrumsfunktion im Stadtteil. Um sie zu erhalten, müssen Nutzungskonzepte erarbeitet werden. TV-Foto: Gabriela Böhm
Bürgermeisterin Angelika Birk sieht in der Grundschule in Ruwer eine wichtige Zentrumsfunktion im Stadtteil. Um sie zu erhalten, müssen Nutzungskonzepte erarbeitet werden. TV-Foto: Gabriela Böhm
Bürgermeisterin Angelika Birk hat am Mittwochabend den Ruwerer Ortsbeirat über die Zukunft der Grundschule Ruwer informiert und dabei vorsichtigen Optimismus gezeigt. Mindestens bis 2015 scheint der Fortbestand der Schule gesichert. Der Ortsbeirat soll Nutzungspläne erarbeiten. Von unserer Mitarbeiterin Gabriela Böhm

Ruwer. Seit Wochen tourt Angelika Birk durch die Ortsbeiräte, um über den Schulentwicklungsplan zu informieren, eine Art Rahmenplan der Stadt Trier.

Die umfängliche Präsentation, ein Gesamtzahlenwerk über Kinderarmut, Migrationshintergründe und Abwanderungstendenzen, beinhaltet nicht nur viele Zahlen und Tabellen (Infos unter: www.trier.de; Stichwort: Bürger), sondern liefert handfesten Aufschluss über die Entwicklung der 25 Grundschulen, mit denen Trier gesegnet ist. So auch über die Grundschule Ruwer. Bis in das Jahr 2015 könne die Ruwerer Grundschule mindestens einzügig fortfahren, versicherte Birk. Sie habe eine "Zentrumsfunktion" für den Stadtteil. Allerdings gebe es auch Abwanderungstendenzen, wie Zahlen belegten.

Der Grund dafür könne die bauliche Substanz des Gebäudes sein, mutmaßte ein Zuhörer. Marode Fenster und eine alte Heizung einerseits, andererseits ein Dach, das hervorragend für eine Solaranlage geeignet sei, informierte Birk. Seit Jahren versucht der Ortsbeirat, in einen geplanten Jugendraum der Schule und in die Umgestaltung des Schulhofs aus seinem Budget zu investieren. Dabei war er regelmäßig von der Verwaltung mit dem Argument ausgebremst worden, dass die Zukunft der Schule nicht gesichert sei. Jetzt scheint ein Lichtstreifen am Horizont: Sie wolle sich um den Jugendraum kümmern, verkündete Birk pragmatisch. "Hier geht es nur darum, die Tür aufzuschließen oder um ein paar Eimer Farbe." Dafür müsse man nicht einen Schulentwicklungsplan abwarten. Sichtlich ermutigt nahm der Ortsbeirat etliche Tipps von Birk zur Grundschulnutzung entgegen.

Beispielhafte Ideen waren die private Vermietung als Büroräume oder die Verwendung für gemeinnützige Zwecke. Zudem ginge es nicht an, dass die Vereine nur "für einen Apfel und ein Ei" die Schule nutzten. Ortsvorsteherin Monika Thenot regte hierfür einen runden Tisch mit den Vereinen an. Der Ortsbeirat müsse noch vor dem 16. November wichtige Signale ins Rathaus senden, appellierte Birk. Er solle sich anhand erfolgreicher Schulprojekte in anderen Stadtteilen wie in Euren mit der Schulleitung und Eltern abstimmen. "Wir engagieren uns doch, aber vergeblich", brachte ein Sprecher des Grundschul-Fördervereins den Frust auf den Punkt. Man hätte schon längst Verbesserungen realisieren wollen, aber nicht die erforderlichen Genehmigungen erhalten.

Birk versprach, auch Bewegung in ein weiteres Alt-Projekt zu bringen: Das Zuständigkeitsgerangel um die Ausweisung von Wanderwegen um Ruwer.