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Schaurig-schönes Leuchten wie in alter Zeit: Heimatfreunde und Jugendliche stellen Trouliechter aus Rüben her

Welschbillig. Einen fast vergessenen Brauch haben die Welschbilliger aufleben lassen. Jüngere und ältere Einwohner haben gemeinsam Trouliechter aus Rüben geschnitzt.

Welschbillig. Die Heimatfreunde Welschbillig hatten die Kinder des vierten Schuljahres zum Basteln von Trouliechtern in die Hobbywerkstatt von Klaus Christmann eingeladen. Unterstützt wurden sie dabei von der Jugendgruppe aus dem Berreskeller.
Da kaum noch Runkelrüben angebaut werden, musste man bis nach Metterich (Eifelkreis Bitburg-Prüm) fahren, um sich welche zu beschaffen (der TV berichtete). Die Kinder waren überrascht von der Größe und dem Gewicht der Rüben, war es doch das erste Mal, dass sie diese Pflanzen sehen und anfassen konnten. Nachdem sich die jungen Welschbilliger ausgiebig über die Verwendung der Rüben informiert hatten, ging es an die Arbeit. Zunächst wurde der untere Teil der Rübe abgeschnitten, damit sie einen festen Stand hatte. Auch der obere Teil, der Hut, musste weichen.
Nun galt es, die Rüben auszuhöhlen, so dass eine Kerze darin Platz fand. Anschließnd schnitzten die Kinder ein Gesicht in die Rübe. Zum Schluss wurde der Hut durchbohrt, damit die brennende Kerze genügend Sauerstoff erhält. Einige verfeinerten den Rüben-Hut mit Bast- oder Wollfäden.
Abschließend präsentierten alle voller Stolz ihre schaurig-schönen Trouliechter. Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen hat die Arbeit viel Spaß gemacht. Im kommenden Jahr wollen die Heimatfreunde Welschbillig wieder Trouliechter herstellen. red