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Sie legen sich ins Zeug für das Schweicher Haus des Sports

Schweich. Freiwillige Helfer haben mehr als 1300 Freizeitstunden an Eigenleistung in den Bau investiert. Dieser steht kurz vor der Fertigstellung.

Schweich (dis) Das Ziel ist in Sicht: Das Haus des Sports an der Sportanlage des Stefan-Andres-Schulzentrums kann voraussichtlich Ende Oktober 2017 in Betrieb genommen werden. Eigentümer und Bauherr des Gebäudes ist die Stadt Schweich. Die rasche Fertigstellung war nur möglich, weil der Turn- und Sportverein (TuS) Issel und der Lauftreff Schweich sich ins Zeug gelegt haben. Seit Ende März haben 65 Helfer der beiden Vereine über 1300 Helferstunden an mehr als 50 Tagen geleistet. Dabei opferten vereinzelte Helfer bis zu 160 Stunden ihrer Freizeit. Sowohl Stadtbürgermeister Lars Rieger als auch der Isseler Ortsvorsteher Johannes Lehnert bestätigen bei einem Ortstermin: "Im Stadtrat und auch bei der Bevölkerung gab es deutliche Vorbehalte, wenn es um die versprochenen Eigenleistungen der beiden Vereine ging." Doch die Sportler haben den Politikern und den Mitbewohnern das Gegenteil bewiesen. TuS-Vorsitzender Jürgen Schmitt freut sich: "Die kalkulierten Kosten für das Haus liegen bei etwa 750 000 Euro. Durch unsere Eigenleistungen konnten wir rund 80 000 Euro erwirtschaften und einsparen." Am Samstagvormittag gegen zehn Uhr werkeln die Helfer in den verschiedenen Räumen. Im Gemeinschaftsraum werden Steckdosen gesetzt, nebenan wird Tapete geklebt, und zwei junge Frauen rollen Farbe auf die Wände.
Rieger und Lehnert loben das gemeinsame Wirken, ohne das das Ziel nie erreicht worden wäre. Dies war aber nur durch eine konkrete Helferplanung von Oberkoordinator Vitus Blang zu erreichen. Über die Homepages der Vereine und WhatsApp waren Fachgruppen nach Gewerken, zum Beispiel Elektro- oder Trockenausbau, eingerichtet. Hier konnten sich die Helfer melden und ihre Bereitschaft zur Mitarbeit bekunden.
Bei dem von Architekt Hans Müller (Bekond) geplanten Bau handelt es sich um ein modernes, funktionales Umkleide-, Sanitär- und Aufenthaltsgebäude. Auf 350 Quadratmetern befinden sich Gemeinschaftsraum, Büro, Lagerräume, Küche, Sportgerätelager, Sanitär- und Umkleideräume sowie eine Freiterrasse mit Blick zum Kunstrasenplatz. Alle städtischen Sportvereine sollen vom Haus des Sports profitieren.