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Verkehr
Nach fünf Jahren Arbeit das Band durchtrennt

Band durchschnitten – der Weg ist frei. An der Schere von links: Landrat Günther Schartz, Arnold Schmitt (MdL), Staatssekretär Andy Becht, Kimberley Karau aus Fell, Bürgermeisterin Christiane Horsch, Ortsbürgermeister Alfons Rodens, LBM-Leiterin Edeltrud Bayer und Weinprinzessin Helene.
Band durchschnitten – der Weg ist frei. An der Schere von links: Landrat Günther Schartz, Arnold Schmitt (MdL), Staatssekretär Andy Becht, Kimberley Karau aus Fell, Bürgermeisterin Christiane Horsch, Ortsbürgermeister Alfons Rodens, LBM-Leiterin Edeltrud Bayer und Weinprinzessin Helene. FOTO: Friedhelm Knopp
Fell. Grund zum Feiern in der Gemeinde Fell: Das Land hat die neue L-150-Ortsdurchfahrt offiziell für den Verkehr freigegeben. Von Friedhelm Knopp

Das gibt es nicht jeden Tag. Ein schwarz-rot-goldenes Band überspannt die neue Fahrbahn der Feller Kirchstraße vor dem Winzerkeller. Dahinter in Reihe angetreten sind Staatssekretär Andy Becht aus Mainz, Edeltrud Bayer, Leiterin des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Trier, Ortsbürgermeister Alfons Rodens, Landrat Günther Scharz, Bürgermeisterin Christiane Horsch, Landtagsabgeordneter Arnold Schmitt, Weinprinzessin Helene und die elfjährige Kimberley Karau als Vertreterin aller Feller. Dann schnippen acht Scheren, das Band ist zerlegt, die zahlreichen Zuschauer aus Fell applaudieren und die neue L 150-Ortsdurchfahrt ist offiziell freigegeben.

Unmittelbar vor diesem Schlussakt hat Diakon Hans-Josef Puch von der Pfarreiengemeinschaft Schweich die neue Straße eingeweiht. Dieser kirchliche Akt wird begleitet durch Lesungen von Irmgard Münch und Clara Krämer, dem Martinuschor (Leitung Julius Gorges) und der Bergmannskapelle Fell (Leitung Günter Schmitt), die auch die gesamte Freigabefeier umrahmt.

So großer Aufwand und dazu noch ein Straßenfest zur Freigabe einer sanierten Ortsdurchfahrt? Warum, erklären LBM-Chefin Edeltrud Bayer und Staatssekretär Becht. Bayer: „Fast fünf Jahre Bauzeit und zwei Kilometer Länge in zwei Abschnitten. Das ist für eine Ortsdurchfahrt schon spektakulär und man braucht politische Unterstützung.“ Bayers Dank gilt dafür den Landtagsabgeordneten Arnold Schmitt (CDU), Irmgard Sahler-Fesel (SPD) und Bernhard Henter (CDU), allen beteiligten Ämtern, Ortsbürgermeister Alfons Rodens und seinem Vorgänger Rony Sebastiani sowie den Baufirmen HTI (Daun) und Dupre (Hermeskeil). Und sie dankt den Fellern: „Ich habe noch keine so lange Bauphase mit so wenigen Einwohnerbeschwerden erlebt. Eine Gemeinde, an der sich viele ähnliche Orte in dieser Region ein Beispiel nehmen können.“

Staatssekretär Becht, Ministerium für Verkehr, erinnert an die Zahlen und Kosten des abgeschlossenen Projekts (siehe Info) und nennt das Ergebnis: Auf rund zwei Kilometern Länge wurden zahlreiche verkehrstechnische Verbesserungen realisiert. Der Durchgangsverkehr fließt nun über eine sechs Meter breite Fahrbahn, die Gehwege sind erneuert und es gibt barrierefrei gestaltete verkehrsberuhigende Einbauten.

Außerdem wurden alle Seitenstraßen verkehrsgerecht mit übersichtlichen Einmündungen an die L 150 angebunden. Becht: „Damit haben wir auch für die großen und kleinen Fußgänger - unsere schwächsten Verkehrsteilnehmer - ein Plus an Sicherheit geschaffen.“

Ortsbürgermeister Rodens freut sich über das große Interesse der Feller an der Freigabefeier: „Damit geben Sie dem Projekt den angemessenen Stellenwert.“ Große Entscheidungen seien zu treffen gewesen und viele Diskussionen in der Bürgerschaft hätten dieses Projekt begleitet, „aber unser gutes und konstruktives Miteinander hat zu einem guten Ergebnis geführt, auch wenn dass nicht immer leicht war“. Dafür danke er auch allen Beteiligten an Planung und Bau, den Gemeindearbeitern und besonders den Bürgern für ihr Verständnis und ihre Gelassenheit während der jahrelangen Bauarbeiten.

Rodens: „Die Gemeinde ist noch ein Stück attraktiver geworden – dafür sehr zum Wohl!“ Dem schließt sich mit wenigen Worten auch Weinprinzessin Helene von der Römischen Weinstraße an: „Ein langes Stück Arbeit mit tollem Ergebnis – dafür zum Wohl.“

Die zur Kirchstraße gekommenen Feller finden, es gebe an diesem Tag Grund zum Feiern. Tenor aller Umstehenden: Es war eine lange Durststrecke, aber es ist geschafft. Unser Ort kann sich sehen lassen. Und vielleicht legen noch einige Fremde mehr auf der Durchfahrt einen spontanen Halt in Fell ein. Allerdings gab es nach dem Durchschneiden des Bandes keine Durchfahrenden auf der Kirchstraße. Die war nämlich gesperrt für ein Straßenfest. Wie Ortsbürgermeister Rodens erklärt, ging es noch weiter bis in die frühen Morgenstunden. Auch Staatssekretär Becht sei wesentlich länger geblieben als geplant.