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Veranstaltung
Ein Halleluja für vier Hufe

 Carsten Rupp segnet Pferd Runa, das Birgit Scharp zur Tiersegnung geführt hat.
 Carsten Rupp segnet Pferd Runa, das Birgit Scharp zur Tiersegnung geführt hat. FOTO: KAtja Bernardy / Katja Bernardy
MERTESDORF . Der erste Gottesdienst mit Tiersegnung in der Pfarreiengemeinschaft Waldrach hat eine große Resonanz erfahren. Von Katja Bernardy

Rund 70 Gläubige, darunter überwiegend Herrchen und Frauchen, ließen ihre vierbeinigen Lieblinge in Mertesdorf unter freiem Himmel vom katholischen Pfarrer Carsten Rupp segnen. „Es wird soviel gesegnet, Autos, Motorräder und Traktoren. Jetzt wollen wir auch mal die Geschöpfe Gottes segnen lassen“, sagte Küsterin Petra Werhan. Gemeinsam mit Edgar Lauterbach, Christina Dahmen und Marco Bernardy hatte sie den besonderen Gottesdienst auf dem Gelände der Kirche St. Martin in Mertesdorf vorbereitet.

Für Stuhlreihen und ein Keyboard hatte das Team gesorgt, ein Tisch mit Kerzen und einem Kreuz diente als Altar. Auf den angrenzenden Wiesen standen mit Wasser gefüllte Fressnäpfe, sogar an einen Mülleimer und Beutel, für den Fall, dass Bello muss, hatten sie gedacht.

Während Organist Peter Kirsten die Melodie zu „Lobe den Herren“ spielte, bellte hier und da mal ein Hund auf, vom Dalmatiner bis zum Mops. Ob groß oder klein, sie beschnupperten sich und blieben allesamt friedlich.

In einer Box schlummerte eine mitgebrachte Katze, Birgit Scharp stand mit ihrem Pferd Runa auf der Wiese. Nachdem er die Schöpfung Gottes mehrfach gewürdigt hatte, sagte Pfarrer Rupp, er ist Kooperator der Pfarreiengemeinschaft Waldrach: „Eine Art zu sorgen ist das, was wir heute hier tun –  segnen.“ Um die Anwesenden auf vier Pfoten nicht überzustrapazieren, sangen die Gläubigen nur zwei Strophen des Kirchenliedes „Laudato si“.

Nach der gemeinschaftlichen Segnung nutzten zahlreiche Herrchen und Frauchen die Möglichkeit, ihre Tiere auch einzeln segnen zu lassen.

Für einen Lacher sorgte Rappe Runa. Während Pfarrer Rupp näherkam, stürzte sich das Pferd aufs Weihwasser. Erfolglos. „Ich glaube er hat Durst“, sagte Birgit Scharp lachend bevor Runa den Segen empfing.

Manch ein Gläubiger dürfte während des ersten Gottesdienstes mit Tiersegnung in der Pfarreiengemeinschaft Waldrach das Bild der Arche Noah im Kopf gehabt haben. „Das war ganz toll“, sagte eine Dame mit Hund, während sie Richtung Parkplatz ging. Andere Gottesdienstbesucher mit und ohne Lieblinge an der Leine ließen sich Kaffee und Kuchen im Pfarrheim schmecken.

Über den Erlös darf sich das Tierheim Trier, dessen Mitarbeiterinnen auch einen Infostand an der Kirche aufgebaut hatten, freuen.