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Trittenheimer Erlebnisstraße eröffnet

Weinköniginnen und Politiker (links: Ortsbürgermeister Franz-Josef Bollig) durchschneiden das rote Band – die Trittenheimer Erlebnisstraße ist nun offiziell eröffnet. TV-Foto: Katja Bernardy
Weinköniginnen und Politiker (links: Ortsbürgermeister Franz-Josef Bollig) durchschneiden das rote Band – die Trittenheimer Erlebnisstraße ist nun offiziell eröffnet. TV-Foto: Katja Bernardy FOTO: Katja Bernardy (kat) ("TV-Upload Bernardy"
Trittenheim. Nach zwei Jahren Bauzeit und einer Investition von 4,5 Millionen Euro ist es nun offiziell eröffnet: das Teilstück der B 53, das durch Trittenheim führt. Weil es rechts und links viel zu sehen und zu erfahren gibt, heißt die Ortsdurchfahrt nun Erlebnisstraße.

Trittenheim. Das rote Band, von rechts nach links über die neue Straße gespannt, flattert im stürmischen Wind. Der Männergesangverein singt unter wolkenverhangenem Himmel "sonnige Heimat".
Trittenheimer Bürger, Weinhoheiten und Politiker aller Couleur stoßen am Straßenrand auf die abgeschlossene Baumaßnahme und das Ergebnis an. Vergessen sind Lärm und Staub sowie die vielen Meinungsverschiedenheiten.
Die Trittenheimerin Ursula Schmitt-Steffen, 71, bringt auf den Punkt, was alle denken: "Es ist einfach gelungen!" Bevor das rote Band von den Weinhoheiten Trittenheims und der römischen Weinstraße sowie von Politikern durchtrennt wird, bedankt sich der sichtlich stolze Bürgermeister Franz-Josef Bollig bei allen Beteiligten - besonders bei seinen Mitbürgern.
Christiane Horsch, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde (VG) Schweich sagt: "Schön ist es geworden, richtig schön." Landtagsabgeordneter und Kreisbeigeordneter Arnold Schmitt (CDU) überbringt die Grüße des Landrats und des Kreises. "Die Hauptstraße ist nun wirklich eine Hauptstraße", sagt Schmitt.
Was ist das Besondere? "Aus der Verkehrsachse quer durch den Ort ist ein öffentliches Wohnzimmer geworden", erklärt Architektin und Dorfmoderatorin Rosemarie Bitzigeio vom Büro Plan-Lenz (Winterspelt). Es sei ein Raum entstanden, in dem man sich treffe, wo Gastlichkeit gelebt und Wein getrunken werden könne .
Die Seitenflächen wurden nicht nur verschönert, sondern auch genutzt. Drei der vielen Beispiele: Ein gelber Pavillon lädt auf dem Dorfplatz zum Treffen und Feiern ein, vor der Tourist-Information werden Bürger und Gäste von einem Wasserspiel begrüßt, Weinfässer am Ortseingänge heißen Gäste und Durchfahrende willkommen.
Rund 4,5 Millionen Euro hat die Maßnahme gekostet. Bund, Land, Ortsgemeinde und VG-Werke sowie die Trittenheimer Bürger haben die Summe gemeinsam geschultert.
Wer durch den wesentlich aufgehübschten Ort flaniert, sieht, dass sich jeder Cent gelohnt hat. Mit vielen Gästen und einem bunten Programm feierten die Trittenheimer zwei Tage lang ihr neues "Wohnzimmer". kat