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Windkraft

Zur Entscheidung des Verbandsgemeinderats Schweich für die Ausweisung von Windkraft-Gebieten, schreibt dieser Leser:

Der Anfang vom Ende der Moselschutzverordnung ist mit der Entscheidung des Rats des Verbandsgemeinde Schweich eingeläutet worden. Und wir werden uns daran gewöhnen müssen, Windräder vom Moseltal aus auf den Höhen zu sehen, wie bereits auf der Mehringer Höhe und bei Gornhausen. Wie sagte Bürgermeisterin Christiane Horsch: "Man muss Windräder dort bauen, wo der Wind weht." Und die Fläche betrage ja eben einmal 3,3 Hektar der Gesamtfläche der VG Schweich. So einfach ist das. Auch in anderen Gemeinden im gesamten Moselgebiet bis Koblenz werden Begehrlichkeiten geweckt. Und ich glaube nicht, dass die klammen Gemeinden und die entscheidenden Räte den Weitblick haben, um dem zu widerstehen. Ich sehe kein Gremium, welches dies verhindern wird, auch keine Bürgerinitiativen mit ihren Einwänden und Bedenken. So wird eine Kulturlandschaft für immer ihrer Einzigartigkeit beraubt. Ich erinnere mich an einen Leserbrief im TV, worin eine Hamburgerin an die Moselaner appelliert, endlich wach zu werden. Die Moselaner sind zwar schon sensibilisiert. Aber die Schwierigkeit liegt darin, die Einwände und Bedenken zu bündeln, um somit eine große Kraft zu schaffen, welche gewichtig ist und Gehör findet. Einen Aspekt sollte man auch im Auge behalten. Dies ist eine potenzielle Bewerbung der Mosellandschaft als Unesco-Weltkulturerbe, die mit Windrädern für alle Zukunft verbaut bleibt. Mein Wunsch wäre nicht nur "Gegenwind", sondern ein richtiger Meinungssturm der Moselaner. Peter Feilen, Neumagen-Dhron