Justiz: Trierer SPD-Politiker will Gefängnis

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Der Trierer SPD-Parlamentarier Sven Teuber glaubt weiter an eine Zukunft des Trierer Gefängnisses. Die steht seit Vorliegen einer neuen Studie auf wackligen Beinen. Der mögliche Ausbau der Wittlicher Vollzugsanstalt könnte das Aus für Trier bedeuten.

Der Trierer SPD-Landtagsabgeordnete will sich für den Erhalt des Trierer Gefängnisses einsetzen. Die nun vorliegende Machbarkeitsstudie über den möglichen Ausbau des Wittlicher Gefängnisses dürfe allein keine Grundlage für eine Entscheidung gegen die Trierer Justizvollzugsanstalt sein, sagte Teuber im Gespräch mit volksfreund.de

„Die Resozialisierung der Strafgefangenen sollte dezentral und regional erfolgen anstatt in dem in Wittlich geplanten großen Gebäudekomplex mit über 800 Strafgefangenen“, so der Trierer SPD-Politiker.

Am Vortag war bekanntgeworden, dass der seit neun Jahren leerstehende alte Trakt des Wittlicher Gefängnisses saniert und anschließend wieder genutzt werden könnte. Nach Angaben einer Sprecherin des Mainzer Finanzministeriums wird nun geprüft, was eine mögliche Sanierung des über 100 Jahre alten Altbaus koste.

Das neben dem Neubau liegende alte Wittlicher Gefängnis ist denkmalgeschützt, darf also nicht abgerissen werden. Würde es saniert, könnten dort bis zu 350 Gefangene aufgenommen werden. Das könnte Auswirkungen auf das Trierer Gefängnis haben. Der 1977 eingeweihte Bau ist in die Jahre gekommen und müsste renoviert werden. Das würde Millionen kosten. Die über 40 Jahre alte Justizvollzugsanstalt zählt mit ihren 160 Plätzen im geschlossenen Vollzug zu den kleinen rheinland-pfälzischen Gefängnissen.

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