Trierer Stadtverbandsvorsitzender der Linken tritt aus

Trier · Interne Querelen, nächster Teil: Konni Kanty, Co-Stadtvorstandsvorsitzender und Beisitzer im Kreisvorstand der Linken, ist aus der Partei ausgetreten. Mit heftigen Vorwürfen gegen Linke-Stadtratsmitglied Johannes Verbeek, die Landespartei und die Jugendorganisation.

„Desaströs“ – so beschreibt Konni Kanty die Situation in der Partei „Die Linke“ in Trier und Trier-Saarburg. Am Donnerstag hat der Berufsschüler deshalb seinen Austritt aus der Linkspartei bekannt gegeben und mit einem dreiseitigen Schreiben an die Partei begründet, das er zudem an die Medien weitergereicht hat. Zwischen der Bundestagsabgeordneten Katrin Werner und dem Kreisvorsitzenden Johannes Verbeek (beide sind Trierer Stadtratsmitglieder) gibt es seit Monaten einen teils öffentlich ausgetragenen Kleinkrieg. Kanty, neben Roland Wölfl Vorsitzender des Ortsverbands der Linken in Trier-Stadt, war dem parteiinternen Lager von Katrin Werner zuzurechnen, spätestens seit er sich als Mitarbeiter der Stadtratsfraktion mit Verbeek überworfen und diesen in einer Email als „Johannes Querbeet“ bezeichnet hatte.

In seiner Austritts-Erklärung bezeichnet Kanty Verbeek nun als „egozentrischen Kreisvorsitzenden“ und wirft ihm „irrlichterndes Gebaren“ vor. Verbeek war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Neben dem Dauerstreit in Trier sieht sich die Bundestagsabgeordnete Katrin Werner unterdessen auch im Kreis Bernkastel-Wittlich heftiger Kritik ausgesetzt. Der dortige Kreisverbandschef Bernd Hilgers hat sich mit Werner überworfen, nachdem es Zwist wegen des Aufbaus eines lokalen Bürgerbüros gegeben hatte. Zudem hatte Werner Hilgers als Mitarbeiter eingestellt, aber noch in der Probezeit wieder entlassen.

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