TV-Serie Klimaschutz konkret – Klimaschutz-Tipps der Energieagentur Rheinland-Pfalz

Alltagstipps : TV-Serie Klimaschutz konkret – Klimaschutz-Tipps der Energieagentur Rheinland-Pfalz

So einfach ist es, CO2 einzusparen. Tipps der Energieagentur Rheinland-Pfalz.

Oft würde es schon genügen, kurz mal darüber nachzudenken – der Türe einen kleinen Schubs zu versetzen, aufs Knöpfchen zu drücken oder anders einzukaufen. Wie einfach es ist, ziemlich viel klimaschädliches Kohlendioxid einzusparen, offenbart der Klima-Coach der Energieagentur Rheinland-Pfalz.

Dabei handelt es sich um ein Online-Tool, das zeigt, wie man im Büro, zu Hause oder in der Freizeit CO2 sparen kann.

„Veränderungen im Nutzerverhalten bieten ein Energieeinsparpotenzial von fünf bis 30 Prozent“, betont die Energieagentur, deren Angebot sich in erster Linie an Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes richtet – es ist jedoch auch für jeden anderen Nutzer zugänglich.

Im Wettbewerb treten Verwaltungsmitarbeiter vier bis acht Wochen lang gegeneinander an und versuchen, sich gegenseitig dabei zu übertrumpfen, ihren Energieverbrauch am Arbeitsplatz zu senken. Auch die Mitarbeiter des Trierer Forstamts werden sich bald messen. Im Prinzip kann aber jeder mitmachen, der Lust hat. Denn die Tipps der Energieagentur passen in jedes Büro (und jeden Haushalt).

Ein zusätzlicher Anreiz könnte sein, dass nicht nur Gewinne winken, sondern fast jede Maßnahme auch hilft, Geld zu sparen.

Licht aus in ungenutzten Räumen: Gerade in Gruppenräumen und Büros wird gerne mal das Licht angelassen. Es einfach auszuschalten, senkt den Strombedarf um bis zu fünf Prozent. Man spart so 0,5 Kilo CO2 in vier Wochen.

Gefrierschrank abtauen: Wenn sich im Gefrierschrank eine Eisschicht bildet, ist es an der Zeit abzutauen. So zieht das Gerät nicht unnötig mehr Strom, und man spart in einem halben Jahr etwa 12,5 kg CO2 ein.

Vegetarisch essen: Kein Fleisch auf dem Teller zu haben, spart richtig viel Treibhausgase: Schon mit einem Monat vegetarischer Lebensweise 33 Kilo CO2.

Öfter aufs Rad steigen: Auf Kurzstrecken ist man mit dem Rad schneller und entspannter unterwegs und tut gleichzeitig etwas für die Gesundheit. Wer zur Arbeit radelt, macht auf zehn Kilometer gerechnet, verglichen mit einem Mittelklasse-PKW, rund 1,7 kg CO2 gut.

Videokonferenz statt Dienstreise: Nicht jeder Ortstermin macht Sinn. Lässt sich eine lange Anreise verhindern und das Meeting am Telefon oder per Videokonferenz abhalten, sparen alle Beteiligten Nerven und CO2. Bei einer Entfernung von 500 Kilometern sind das schon ganze 85 Kilogramm, bei zehn Kilometern 1,7 Kilo.

Leitungswasser trinken: Das Wasser aus dem Hahn ist genauso gut und teilweise sogar besser als das aus dem Supermarkt. Wieso also Kisten schleppen und CO2 für Produktion, Abfüllung und Transport verschwenden? Mit einem Verbrauch von zwei Litern am Tag spart man in vier Wochen 12,6 Kilogramm CO2 ein.

ÖPNV statt Auto: Eine Kombination aus Bus und Bahn erzeugt 148,5 g CO2 pro Kilometer weniger als ein Mittelklasse-PKW. Schon bei zehn Kilometern erzielt das eine Ersparnis von 1,5  Kilogramm Treibhausgas.

Saisonal & regional: Im Winter Kohl und Kürbis statt Tomaten und Paprika. Mit saisonalen und regionalen Produkten reduziert man seine CO2-Emission in vier Wochen um 7,8 kg.

Weniger Fleisch: Wer zu gerne Fleisch ist, um es ganz sein zu lassen, ist auch mit nur zwei vegetarischen Tagen pro Woche ein echter CO2-Sparer. Im Monat sind das 7,6 Kilo weniger Emission und in einem Jahr ganze 99 kg CO2, die nicht in die Atmosphäre gepustet werden.

Deckel drauf beim Kochen: Mit offenem Topf zu kochen, verlängert die Garzeit um das Dreifache. Geizen Sie lieber mit Ihrer Zeit und Ihren Energiekosten. In vier Wochen spart das erstaunliche 7,2 Kilogramm Kohlendioxid ein.

Fahrgemeinschaft bilden: Gemeinsam unterwegs sein macht mehr Spaß als einsam. Schon eine weitere Person im PKW spart bei einer Strecke von 20 Kilometern bei angenommenen 220 Arbeitstagen pro Jahr die Riesensumme von 352 Kilogramm CO2.

Hände kalt waschen: Wer sich fünfmal täglich die Hände kalt statt warm wäscht, spart 5,9 Kilogramm CO2 in vier Wochen.

Kaffeekonsum halbieren: Mit dem Verzicht auf nur jede zweite Tasse Kaffee spart man bei sonst vier Kaffee am Tag in vier Wochen 2,4 Kilo klimaschädliches Gas ein.

Stoßlüften statt Dauerkipp: Bei gekipptem Fenster zu heizen, verschwendet Energie. Also öffnen Sie besser mehrmals am Tag das Fenster für einige Minuten vollständig und sparen damit durchschnittlich 2,3 Kilo CO2 im Monat.

Leckagen sofort melden: Selbst kleine Schäden können den Wasserverbrauch schnell um zehn Prozent anheben. Ein tropfender Wasserhahn verschwendet bis zu 20 Liter am Tag, eine rinnende Toilettenspülung sogar bis zu 100 Liter. Das vergrößert den CO2-Fußabdruck enorm. Bei 120 Liter Wassereinsparung am Tag kann man in vier Wochen 2,1 Kilogramm CO2 gutschreiben.

Standby-Modus ade: Fünf Geräte im Standby-Modus und ohne Ökostrom-Nutzung verursachen im Jahr 28,5 Kilogramm CO2. Schalten Sie also zum Feierabend komplett ab – auch den Computer oder Drucker. Zu Hause macht es Sinn, Musikanlagen und Fernseher mit ausschaltbaren Steckerleisten zu versehen. Das macht immerhin zwei Kilogramm in vier Wochen, denn auch kleine Beträge summieren sich.

Doppelseitig drucken: Warum nicht doppelseitig oder zwei Seiten auf ein Blatt drucken? Bei 100 Blatt Papier verzichtet man so auf 480 Gramm CO2-Emissionen.

Raumtemperatur senken: Nur ein Grad Celsius weniger Raumtemperatur führt zu sechs Prozent weniger Energieverbrauch. Bei einem mittleren Flächenbedarf von elf Quadratmetern pro Person spart das im Büro bereits 1,7 Kilo CO2 in vier Wochen – ohne, dass man frieren muss.

Heizung herunterdrehen: Ungenutzte Räume müssen nicht durchgehend warm sein. Das gilt fürs Büro genauso wie für Sitzungs- oder Veranstaltungsräume. Wer zum Feierabend die Temperatur der Heizkörper senkt, spart so in vier Wochen 1,5 Kilo CO2 ein.

Thermostate richtig regeln: Stufe 5 der Heizung bedeutet nicht Turbo, sondern Hitze. Das Aufheizen eines Raumes geht nicht schneller als auf Stufe 3. Diese entspricht meist etwa 20 Grad Celsius, während Stufe 5 etwa 26 Grad sind. Über vier Wochen hinweg spart man so 1,5 Kilo CO2 ein.

Fenster abends schließen: Um ausgekühlte Büros am Morgen zu vermeiden, sollte man zum Feierabend die Fenster schließen. So bleibt die Wärme im Gebäude und man spart 0,9 Kilogramm CO2 in vier Wochen.

Treppe statt Aufzug: Treppensteigen spart nicht nur CO2, sondern hält zudem fit. Wer im Büro viermal täglich die Treppe anstelle des Aufzugs nutzt, spart pro Fahrt zehn Gramm und bereits 0,8 Kilo CO2 in vier Wochen.

Recyclingpapier verwenden: Wer Blätter aus Papier-Mix durch Recyclingpapier ersetzt, kann sich eine CO2-Ersparnis von 0,4 Kilogramm pro genutztem Kilo Papier gutschreiben. Bei 100 Blatt sind das bereits 0,2 Kilo CO2.

Heizung aus beim Lüften: Wer die Thermostate beim Lüften ganz herunterdreht, vermeidet, dass die Heizung auf Hochtouren läuft. Durch die Restwärme im Raum wird die Wohlfühl-Temperatur innerhalb weniger Minuten nach dem Schließen des Fensters wieder erreicht. Dadurch sparen man in vier Wochen 0,6 Kilogramm CO2.

Heizkörper freihalten: Vorhänge, Rollschränke, Taschen und Jacken müssen nicht erhitzt werden und lassen Heizungen keinen Freiraum, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Wer die Wärmequelle freiräumt, kann sich über eine Einsparung von 0,6 Kilogramm CO2 in vier Wochen freuen.

Licht aus bei Tageslicht: Wenn es draußen hell genug ist, sorgt Tageslicht für eine angenehmere Atmosphäre als künstliche Beleuchtung. So lassen sich nicht nur bis zu fünf Prozent des Strombedarfes einsparen, sondern auch jährlich 19,2 Kilo CO2 (in vier Wochen 0,5 Kilo).

Licht nach Bedarf an- und ausschalten: Wer statt der gesamten Beleuchtung nur einen Spot oder lediglich die Deckenbeleuchtung der relevanten Zimmerseite anschaltet, spart bis zu drei Prozent des Stroms und durchschnittlich 3,9 kg CO2 im Jahr (in vier Wochen 0,3 Kilogramm).

Geschlossene Türen: Vermeiden Sie Zugluft und beheizen Sie Räume effektiver, indem Sie die Türen schließen. Diese kleine Maßnahme spart pro Jahr immerhin ein Prozent der Heizkosten und in vier Wochen 0,3 Kilogramm CO2.

Einen Artikel darüber, wie das klimaschädliche CO2 in die Atmosphäre gelangt, gibt es hier.

Foto: ZB/Klaus-Dietmar Gabbert

Weitere Infos unter
www.klimacoach-rlp.de

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