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Überfälle: Frauen mit Waffe bedroht - Täter auf der Flucht

Überfälle: Frauen mit Waffe bedroht - Täter auf der Flucht

Binnen weniger Minuten wurden am Mittwochabend zwei junge Frauen im Trierer Stadtteil Heiligkreuz von zwei Jugendlichen mit einer Waffe bedroht. Eine 23-jährige Frau setzte sich zur Wehr und wurde dabei leicht verletzt.

(red) Die erste Tat ereignete sich laut Polizei gegen 20.15 Uhr in der De-Nys-Straße. Eine 23-jährige Frau war in der Straße unterwegs, als sie an einer Bushaltestelle von einem Jugendlichen nach Zigaretten gefragt wurde. Die junge Frau verneinte dies und wollte weitergehen, woraufhin der Junge dann nach Geld fragte. Als die 23-Jährige auch dies verneinte, wurde der Täter deutlicher: Er zog eine Waffe, zielte auf den Kopf der Frau und verlangte erneut Geld. Das Opfer ließ sich dies nicht gefallen und trat dem Jugendlichen in den Unterleib. Es entwickelte sich ein Gerangel, in dem der Unbekannte der Frau mit der Waffe auf den Kopf schlug und anschließend flüchtete.

Das Geschehen wurde durch einen zweiten Jugendlichen beobachtet, der in der Bushaltestelle saß, jedoch nicht aktiv am Tatgeschehen beteiligt war. Er flüchtete gemeinsam mit dem Tatverdächtigen.

Nur wenig später – um 20.30 Uhr – sind die beiden Jugendlichen offenbar nochmals auf nahezu identische Weise in Erscheinung getreten, dieses Mal in der Straße „Am Kiewelsberg“. Dort sprangen sie aus einem Gebüsch vor eine 29-jährige Passantin und forderten ebenfalls Zigaretten und Geld. Dabei hielt einer der beiden Täter eine Waffe in der Hand. Da die Frau jedoch kein Geld dabei hatte, übergab sie den Beiden aus Angst ihr Handy. Anschließend flüchtete das Duo den Kiewelsberg in Richtung Töpferstraße hinab.

Sofort nach Bekanntwerden der Vorfälle leitete die Polizei eine groß angelegte Fahndung nach den beiden Tätern ein, die bis zum Donnerstagmorgen ohne Erfolg blieb.

Von den beiden Jugendlichen liegt nur eine vage Personenbeschreibung vor. Der Wortführer, der in beiden Fällen auch die Waffe hielt, ist ca. 14 Jahre alt, etwa 160 bis 165 cm groß und schlank. Er trug eine Jeanshose, einen dunklen Kapuzenpulli und eine dunkle Jacke. Der Junge sprach deutsch ohne erkennbaren Akzent, jedoch mit auffallend tiefer Stimme. Sein Begleiter wird als etwas größer und korpulenter beschrieben.

Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zur Tat oder zur Identität der beiden jugendlichen Täter geben können, um Hinweise unter der Rufnummer 0651/46324025 bzw. 0651/9779-3200.