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Ukraine-Konflikt: Wie er Menschen aus Trier, Bitburg und Prüm trifft

Umfrage : „Ich bin zutiefst erschrocken“ - Wie der Kriegsausbruch in der Ukraine die Menschen in der Region trifft

Es ist eine Nachricht, die auch hierzulande schockiert: Russische Truppen sind in die Ukraine einmarschiert. Wie besorgt sind die Menschen in der Region und was wünschen sie sich für die Ukraine? Eine Umfrage.

Nona Grozeva kommt ursprünglich aus Bulgarien, wohnt aber jetzt in Trier. Sie ist besorgt über die aktuelle Situation in der Ukraine. „Wir sind nicht so weit weg. Das eskaliert schon sehr heftig“, sagt sie. Als sie am Donnerstagmorgen gehört hat, dass russische Truppen in die Ukraine einmarschiert sind, war sie traurig. „Wer berechtigt die dazu? Es ist immer noch ein anderes souveränes Land. Mir hat es richtig leidgetan für die Menschen, die nichts dafür können.“ Was sie sich wünscht? „Dass sie eine friedliche Lösung finden können und dass es nicht zu einer weiteren Eskalation kommt.“

Edith aus dem Raum Merzig ist ebenfalls besorgt. „Und auch sehr erstaunt, dass es so weit gekommen ist“, fügt sie hinzu.  „Ich hätte Putin eigentlich ein bisschen mehr Überlegungskraft zugeordnet.“ Die aktuellen Entwicklungen haben sie emotional berührt. „Vor allen Dingen, weil man überall mit Kriegssituationen, die aber oftmals in weiter entfernten Ländern passieren, konfrontiert ist. Und Ukraine und Russland sind mir ein bisschen nah.“ Ihre Wünsche für die Ukraine: „Ich glaube, dass die Ukraine wegen ihrer Streitmächte unterlegen ist. Von daher hoffe ich auf Einsicht von russischer Seite.“

Ein Mann, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, sieht die Situation etwas anders. Auf die Frage, ob er besorgt ist, antwortet er: „Eigentlich gar nicht. Ich denke, es wird nicht zum Äußersten kommen. Man wird eine diplomatische Lösung finden.“ Auch der Einmarsch beunruhige ihn noch nicht.

Ein weiterer Mann, der ebenfalls anonym bleiben möchte, zeigt sich indes sehr besorgt. „Ich komme aus dem Ostblock“. Erklärt er. „Man weiß nicht, wie weit die Russen kommen. Ich wünsche mir, dass die Demokratie in der Ukraine möglich ist.“

Holger Eichholz aus dem Landkreis Karlsruhe ist am Donnerstag als Tourist in der Innenstadt unterwegs. „Ich bin doll besorgt“, sagt er. „Weil Putin Krieg anfängt, er meint er ist Gott.“ Er wünscht sich in dieser Situation vor allem eins: Frieden.

„Ich bin sehr besorgt, das ist mir einfach zu dicht“, erklärt eine Frau. Ob Deutschland davon betroffen werden könnte?  „Ich hoffe es nicht. Im Moment kann ich es mir nicht vorstellen, das würde zum Weltkrieg führen. Dann kracht es, dann könnten wir uns alle miteinander auf die Seite legen“, sagt sie. „Warum muss immer einer dieses Machtgehabe, diese Geldgier haben? Korrupt, Geld und Macht, das sind die drei Wörter, die mir dazu einfallen.“

Auch Nicole Herz aus Schweich ist sehr besorgt. „Weil es nicht weit weg ist“, sagt sie. Für die Ukraine wünscht sie sich Frieden. „Aber ich denke es ist schwierig.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Umfrage in der Region: „Wie sehr besorgt Sie die aktuelle Situation in der Ukraine?“