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Umstrittene Scherl-Ausstellung mit über 250 Besuchern gestartet

Umstrittene Scherl-Ausstellung mit über 250 Besuchern gestartet

Tag Eins einer Schau 100 Jahre Hanns Scherl in Wittlich: Über 250 Menschen kamen, um sich selbst ein Bild von der im Vorfeld umstrittenen Ausstellung des Wittlicher Bildhauers zu machen.

Foto: Marion Maier
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Der Platz im ehemaligen Sitzungssaal des Alten Rathaus reichte nicht aus, um all die aufzunehmen, die der Einführung durch Kuratorin Eva-Maria Reuther beiwohnen wolten. Sie erhielt Applaus, als sie sagte: "Was wir nicht sicher wissen, darüber haben wir, wenn unsere Vermutungen ehrenrührig sein können, zu schweigen." Damit nahm sie Bezug auf Angriffe, Hanns Scherl habe der Nazi-Ideologie nahe gestanden. Zu dieser Zeit zwischen 1933 bis 1945 gibt es in der Ausstellung unter anderem eine Vitrine mit umstrittenen Arbeiten.
Das Publikum wurde aufgefordert, sich selbst ein Bild zu machen, sich unabhängig und frei eine Meinung zu bilden.

Bürgermeister Joachim Rodenkirch sagte: "Ich bin der Meinung, dass der Künstler Hanns Scherl heute hier zu Recht gewürdigt wird." Gegner der Schau, unter anderem der früher Kulturamtsleiter Justinus Maria Calleen, wohnten der Vernissage ebenfalls bei. Sie hatten argumentiert, die Ausstellung sei nicht mit den ebenfalls im Alten Rathaus gezeigten Arbeiten Georg Meistermanns vereinbar und schadeten dessen Ansehen.

Die Begegnung mit Scherls Kunst in den Galerieräumen erlebten die meisten Besucher als überzeugend. "Der Wind, der gemacht wird, ist ja völlig übertrieben", meinte ein Besucher. Besonderen Anklang fanden die vielen Zeichnungen, die der Öffentlichkeit weniger bekannt sind als die Großplastiken, Brunnen, Ehrenmale, die überall in der Region zu finden sind.