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Unfallstatistik: 201 Verletzte und zwei Tote

Unfallstatistik: 201 Verletzte und zwei Tote

Die Polizeiinspektion (PI) Schweich hat die Unfallstatistik 2008 vorgelegt. Insgesamt 1353 mal wurden die Schweicher Beamten an einen Unfallort gerufen. 333 dieser Unfälle ereigneten sich in den Trierer Stadtteilen Ehrang, Quint, Biewer, Palzel und Ruwer. Die Übrigen in der Verbandsgemeinde (VG) Schweich und in Teilen der VGs Trier-Land und Ruwer.

(f.k.) Der Blick auf die Zahlen der Vorjahre zeigt für den Bereich der PI Schweich trotz steigender Verkehrszahlen ein gleichbleibendes Niveau. Das Jahr 2007 schnitt mit 1364 Unfällen sogar minimal schlechter ab. Bei 153 Unfällen wurden 2008 insgesamt 141 Beteiligte leicht verletzt und 60 Menschen erlitten schwere Verletzungen. Zwei Unfälle endeten tödlich: In einem Fall wurde eine ältere Fußgängerin von einem zurücksetzenden Fahrzeug erfasst und starb.

Beim zweiten tödlichen Unfall traf es einen Autofahrer, der alleine und vermutlich wegen zu hohen Tempos verunglückte. Weitere häufige Unfallursachen waren „Probleme“ mit der Vorfahrt in zwölf Fällen sowie Alkohol- oder Drogeneinwirkung in 38 Fällen. Zudem fielen bei Verkehrskontrollen 113 Verkehrsteilnehmer durch Alkohol oder Drogen auf.

Bei 232 Karambolagen suchten Beteiligte ihr Heil in der (Unfall-)Flucht (immerhin 17 Prozent aller Unfälle) und wurden damit straffällig. 101 der Geflüchteten (43,53 Prozent) konnten ermittelt werden.

Nach wie vor als Risikogruppe gelten die 18 bis 24 Jahre alten Fahranfänger. Die risikofreudigen jungen Fahrer waren 2008 an 317 Unfällen – also zu 23 Prozent am Gesamtgeschehen beteiligt. Dies ist nach Ansicht der Polizei eindeutig zu hoch, wenn man den geringen achtprozentigen Anteil dieser Gruppe an der Gesamtbevölkerung betrachte. Zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern zählen Kinder und Senioren. 18 Kinder erlitten Verletzungen als Radfahrer, Fußgänger oder Mitfahrer in Autos. Ein Unfall ereignete sich auf dem Schulweg. Verkehrsteilnehmer über 65 Jahre waren an 164 Unfällen beteiligt – davon in 108 Fällen als Verursacher.

Um 20 Prozent deutlich zugenommen hat 2008 die Zahl der Wildunfälle, wobei es in der Regel bei Sachschaden blieb. 396 mal kam es zur Kollision zwischen Tier und Auto oder zu Zusammenstößen mit anderen Fahrzeugen nach Brems- und Ausweichmanövern.