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Unwetter in Trier, Eifel, an Mosel und im Hunsrück - eine Chronologie

Chronologie : Von Bernd über Mortimer bis Lolita: Unwetter in der Region Trier

Immer wieder ist es in den vergangenen Jahren auch in der Region Trier zu größeren Unwettern gekommen. Eine kleine Chronologie der Ereignisse.

Überschwemmungskatastrophe trifft die Region - vor allem Eifel und Trierer Umland betroffen

14. Juni 2021: Schon die Wetterprognosen der vergangenen Tage verhießen nichts Gutes:  Tief Bernd bringt heftige Regenfälle mit sich. Innerhalb kurzer Zeit verwandeln sich  kleinere  Flüsse wie Prüm, Sauer und Kyll in reißende Ströme, die viele Landstriche und Orte in vielen Teilen der Region überfluten. Im Eifelkreis und in den Landkreisen Trier-Saarburg und Vulkaneifel wird nach rasantem Ansteigen der Pegel und ersten Einsätzen Katastrophenalarm ausgelöst. Besonders hart trifft es etwa Kordel an der Kyll im Landkreis Trier-Saarburg. Dort werden Häuser überflutet, der Strom und später auch die Trinkwasserversorgung fallen aus, Kordel ist von der Außenwelt abgeschnitten. Mit Hilfe der Bundeswehr werden Häuser evakuiert. Die Wassermassen erreichen auch Trier-Ehrang, mehrere Straßenzüge müssen evakuiert werden, darunter das Krankenhaus und das Seniorenheim. In Ralingen an der Sauer wird der Ortskern überflutet, Wintersdorf ist von der Außenwelt abgeschnitten. In Speicher und Bettingen stürzen Brücken ein, in Prüm und Umgebung gibt es schwere Schäden, etwa auf einem Campingplatz. In Waxweiler müssen Menschen aus einem Haus gerettet werden, in Messerich werden drei Retter vom Dach ihres Einsatzfahrzeugs aus den Fluten gerettet. Entsprechend schwierig ist die Lage auch im Vulkaneifelkreis, betroffen sind etwa Jünkerath, Mürlenbach und Densborn.  In Wittlich und im Salmtal bahnt sich das Wasser seinen Weg in die Keller, in einigen Ortschaften werden Häuser evakuiert, auch an der Mosel stehen Straßen unter Wasser. Neben Feuerwehren, THW, Rettungsdiensten, DLRG, Bundeswehr und Rettern aus anderen Landesteilen und Bundesländern ist auch das US-Militär aus Spangdahlem im Hochwassereinsatz. Auch andere Landesteile werden schwer vom Hochwasser getroffen. Die Hochwasserkatastrophe im nördlichen Rheinland-Pfalz, vor allem im Landkreis Ahrweiler,  hat mindestens 63 Menschen das Leben gekostet. Bis zu 100 Menschen werden am Tag danach  noch vermisst. 

29. Juni 2020: Ein starkes Gewitter lässt am Nachmittag große Regenmengen über Teile der Verbandsgemeinden Bitburger Land, Südeifel und Prüm niedergehen. Die Feuerwehren sind bis in den Abend im Einsatz, vor allem in Bickendorf und Nattenheim. Aus Hängen laufen sturzflutartig Wassermassen in den Ort. Straßen und Keller stehen unter Wasser.

Unwetter stoppt Riesenrad in Trier

26. August 2020: Sturmtief Kirsten zieht über die Region und reißt einige Bäume um. Bei einer Familie aus Trittenheim fliegt ein Trampolin vom Nachbargrundstück über Zaun und Hecke in die Hauswand. Das Trierer Riesenrad Sky Lounge Wheel bleibt eine Zeitlang geschlossen, auch der Strand Moselperle schließt vorsorglich.

Verwüstungen von Trier bis zur Vulkaneifel

12. August 2020: Nach Gewittern und Starkregen haben die Feuerwehren fast in der gesamten Region alle Hände voll zu tun. An der Mosel muss die Straßenmeisterei Alf einen Erdrutsch wegbaggern. Wegen Starkregen und Hagel laufen in kurzer Zeit Keller voll. Auf einigen Straßen stürzen Bäume auf die Fahrbahn, etwa an der A 48 in der Vulkaneifel. In Steineberg knicken Strommasten um.

Stromausfall nach Unwetter in der Südeifel

12. Juni 2020: Heftige Windböen, Gewitterblitze, Donner und Regenschauer ziehen über die Südeifel hinweg. Ein Strommast kippt in Schankweiler gegen ein Wohnhaus, das Kabel reißt vom Mast ab. Die Folge: Der Ort ist mehrere Stunden ohne Strom.

Schulen in Trier geschlossen - Unfälle bei Eifel-Unwetter

9. Februar 2020: Schon Tage, bevor sich Sturm Sabine auch über der Region zusammenbraut, warnen die Wetterdienste vor einem Orkan mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern. Trotz umgestürzter Bäume, gesperrter Straßen und Stromausfälle sind die Schäden, auch in der Region, geringer als befürchtet - vermutlich auch wegen der rechtzeitigen umfassenden Vorwarnungen. Die Stadt Trier sperrt vorsorglich für einige Tage alle städtischen Friedhöfe für Besucher. Das rheinland-pfälzische Bildungsministerium stellt es den Schulen im Land frei, den Unterricht ausfallen zu lassen. Fast alle Schulen in Trier haben am Montag geschlossen. Anders die Lage in den Landkreisen - zwar findet dort oft Unterricht statt, doch auch dort bleiben viele Stühle am stürmischen Montag leer.

Besonders heftig ist es in der Nacht, als der Sturm über die Region zieht. Überwiegend müssen die Wehren wegen umgestürzter Bäume ausrücken, die Straßen blockieren. In der Vulkaneifel bei Steiningen fährt ein Autofahrer in der Dunkelheit gegen einen Baum, der auf die Fahrbahn gestürzt ist. Kurz darauf kracht ein weiteres Auto in die Unfallstelle. Zwei Frauen werden verletzt. Auf der A 1 kommt es in der Eifel zu Graupelschauern, in kurzer Zeit liegt eine rutschige Eisschicht auf der Straße. Vier Autofahrer kommen ins Schleudern und fahren in die Leitplanke oder in die Böschung. Ein Baum stürzt bei Thomm gegen die Pfarrkirche. Der Landesbetrieb Mobilität sperrt mehr als 100 Straßen in der Region, weit über 100 Mann sind allein vom LBM im Einsatz.

Hochwasser: Mehr als 550 Einsatzkräfte in Trier und Kreis Trier-Saarburg im Einsatz

4. Februar 2020: Dauerregen sorgt für Hochwasser, viele Radwege an Saar und Mosel sind unpassierbar. In Konz-Ober­emmel rettet die Feuerwehr sieben Menschen aus einem Mehrfamilienhaus und den 2019er Jahrgang (25 000 Liter) des Weinguts von Hövel vor den Wassermassen, die aus einem übergelaufenen Weiher ins Tal stürzen. In Mannebach drückt ein Erdrutsch Türen und Fenster eines Hauses ein. Die Leitstelle der Feuerwehr in Trier nimmt während der starken Regenfälle 229 Notrufe an, davon 77 davon aus dem Kreis Trier-Saarburg und 57 aus der Stadt Trier. Allein im Landkreis Trier-Saarburg und in der Stadt Trier sind mehr als 550 Einsatzkräfte beteiligt.

Unwetter durch Tief Lolita

28. Januar 2020: Tief Lolita lässt den Pegel der Kyll ansteigen. Zwar bleiben die Keller trocken, dafür stürzen allein zwischen Orenhofen, Auw und Hosten zwölf Bäume um.

Mortimer lässt Bäume fallen

29. September 2019: Sturm Mortimer zieht über die Region. Größere Schäden bleiben aus, jedoch knicken wieder zahlreiche Bäume um.

Tornado in Luxemburg - THW Trier im Einsatz

11. August 2019: Ein Unwetter beschädigt im luxemburgischen Petingen und Kaerjeng über 300 Gebäude, 20 Menschen werden verletzt. Die Luxemburger Rettungsleitstelle verzeichnet 1000 Notrufe in vier Stunden. Der Deutsche Wetterdienst bestätigt, dass es sich bei dem Sturm um einen Tornado gehandelt hat. Nach dem Unwetter helfen auch 80 Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks aus der Region Trier bei Reparaturarbeiten.

Unwetter in der Vulkaneifel und an der Mosel: Gerolstein stark betroffen

26. Juli 2019: Ein Unwetter sorgt für Feuerwehreinsätze im Vulkaneifelkreis und an der Mosel bei Zell. Bäume fallen um, Dächer werden abgedeckt. In Gerolstein werden Teile eines Flachdachs einer Lagerhalle abgedeckt und auf die Straße geschleudert. Wenig später werden auch in einem Feriendorf in Gerolstein Teile der Flachdächer von zwei Bungalows abgedeckt. In Zell-Kaimt stürzt auf dem Festgelände der Kaimter Kirmes ein Baum auf ein Auto.

Überschwemmungen in Trier

12. Juli 2019: Ein Gewitter mit Sturmböen zieht über Trier hinweg. Es kommt erneut zu Feuerwehreinsätzen. Viele Straßenzüge sind überschwemmt, etwa in der Hornstraße in Trier-West oder in Olewig. Auch in der Innenstadt, etwa am Pferdemarkt, steht das Wasser hoch. In Trier-West stürzt ein Baum auf ein Haus. Es gibt mehr als 200 Einsätze.

Schäden bei Unwetter durch Sturm Eberhard

10. März 2019: Sturm Eberhard fegt über die Region und hält Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst in Atem: Insgesamt werden über 640 Notrufe an diesem Sonntag innerhalb von sechs Stunden verzeichnet. Ein Kamin stürzt an einem Haus in Trier-Nord ein, die Trümmer fallen auf ein Haus und parkende Autos.

Eifel-Unwetter spült Kanaldeckel weg

7. Juni 2018: Schwere Unwetter in der Eifel beschäftigen die Feuerwehren. Besonders stark trifft es den Ort Neidenbach, wo sich die Wassermassen einen Weg durch den Ort und in die Keller bahnen und drei Zentimeter dicke Hagelkörner hinzukommen. Die Kanäle sind so voll, dass die Kanaldeckel herausgedrückt werden. Aber auch anderenorts hält das Wasser die Feuerwehrleute in Atem. Der Pegel der Nims steigt so stark an, dass die Feuerwehr die Uferbereiche mit Sandsäcken sichert. Kritisch ist auch die Lage in Kyllburg. Dort müssen nach einem drohenden Hangrutsch die Bewohner von zehn Häusern vorsorglich ihre Wohnungen verlassen. Ein Erdrutsch am Wilseckertunnel macht der Bahn zu schaffen. Dort war bereits eine Woche zuvor ein Regionalzug wegen eines Erdrutsches entgleist.

Wegen der verheerenden Unwetterschäden im Eifelkreis Bitburg-Prüm fordert Landrat Joachim Streit in einem Brief an Wirtschaftsminister Volker Wissing ein „Sonderprogramm der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz“ (ISB) für betroffene Betriebe.

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