US-Airbase-Führung: "Nehmen die Belange der Bevölkerung ernst."

US-Airbase-Führung: "Nehmen die Belange der Bevölkerung ernst."

Kommunalpolitiker haben den Kommodore der US-Airbase Spangdahlem gestern mit den Beschwerden in Sachen Fluglärm konfrontiert. Der Geschwaderchef versicherte, dass die Piloten sich strikt an gesetzliche Vorschriften zu halten hätten.

(kah/red) Die Landräte der Kreise Bitburg-Prüm und Bernkastel-Wittlich, die Bürgermeister der am Flugplatz angrenzenden Verbandsgemeinden und Ortschaften, Vertreter der deutschen Luftwaffe, Experten sowie ein Abgeordneter der Generalvertretung des Hauptquartiers Ramstein haben sich gestern in Spangdahlem getroffen, um mit dem Kommodore des Flugplatzes Spangdahlem über das Thema Fluglärm zu sprechen.

Wie die Airbase am Abend mitteilte, erläuterte Oberst Lee Wight, dass alle Staffeln seit Mai von Einsatzverlegungen zurückgekehrt seien und seither ihr normales Trainingsflugprogramm wieder aufgenommen hätten. „Wir nehmen die Belange der Bevölkerung ernst“, sagte Wight. Er erklärte, dass das 52. Jagdgeschwader während der letzten Monate im Vergleich zu den drei vergangenen Jahren nicht mehr Übungsflüge gemacht habe.

Der Geschwaderchef versicherte, dass die Piloten sich strikt an gesetzliche Vorschriften zu halten hätten und betonte, dass interne Vorschriften zu Ruhezeiten streng seien und der Flugbetrieb an deutschen Feiertagen und während Begräbnissen eingeschränkt werde, oder ruhe, insofern der Auftrag dies zulasse. Er sagte zu, dass er den Gemeinden und der Bevölkerung für Fragen zur Verfügung stehe. Auch im so genannten Forum Spangdahlem sollen die Gespräche zum Thema Fluglärm weitergeführt werden.

Der Oberst sagte, dass das 52. Jagdgeschwader gemeinsam mit der deutschen Luftwaffe Möglichkeiten erörtern möchte, die künftig zu einer weiteren Verminderung von Fluglärm führen könnten. Er wolle den umliegenden Gemeinden ein guter Nachbar sein, der jedoch einen wichtigen Auftrag zu erfüllen habe, den er unter Einhaltung der von den deutschen Behörden erlassenen Vorschriften durchführe.

Der Landeanflug beginne bei etwa 1600 Metern, damit das Flugzeug vom Radar erfasst werden können und gehe dann beim weiteren Landeanflug auf etwa 700 Meter herunter. Nur bei Starts und Landungen unterschreite man 300 Meter.

Im Gegensatz zu der gewohnten Start- und Landerichtung Nordwesten habe der Flugbetrieb während der letzten Wochen mehrfach aus entgegen gesetzter Richtung stattgefunden. Direkt betroffen davon war unter anderem Beilingen. Die Vorschriften haben sich ihm zufolge nicht geändert, auch nicht die Flugrouten. Es hätten dieses Jahr auch keine Tiefflüge stattgefunden, die zuvor beantragt werden müssten.

Der Oberst informierte darüber, dass die italienische Luftwaffe vom 2. bis 26. September Trainingsflüge von Spangdahlem aus unternehmen werde.

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