US-Stützpunkte müssen für umstrittenes Projekt an der Grenze zu Mexiko zahlen

Kostenpflichtiger Inhalt: Spangdahlem : Trumps Mauer bremst Eifel-Airbase Spangdahlem aus

Der von US-Präsident Donald Trump forcierte milliardenschwere Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko wird auch Auswirkungen auf geplante Investitionen auf der Airbase Spangdahlem haben. Das berichten mehrere amerikanische Medien unter Verweis auf eine Liste des US-Verteidigungsministeriums.

Nach neuen Plänen des Pentagons sollen auf dem Eifeler Stützpunkt Bauprojekte für insgesamt rund 18,5 Millionen Euro vorerst auf Eis gelegt werden. Betroffen ist nach Angaben des Internetportals „The Drive“ unter anderem eine Wartungseinrichtung sowie Shelter für Jagdflugzeuge vom Typ F-22 Raptor.

Die überschallschnellen und vom Radar kaum zu erfassenden Jagdbomber waren in der Vergangenheit schon mehrfach zu Trainingsaufenthalten in Spangdahlem und sollen im Fall einer Krise rasch nach Europa verlegt werden können. Daher auch die geplanten millionenschweren Investitionen.

Wegen des geplanten Mauerbaus entlang der mexikanischen Grenze sollen militärische Aufträge im Wert von insgesamt 3,2 Milliarden Euro zurückgestellt werden. Die Hälfte davon soll Investitionen außerhalb der USA betreffen. Nach Medienberichten werden bei US-Einrichtungen in Japan knapp 420 Millionen Euro gekürzt und bei Stützpunkten in Deutschland knapp 330 Millionen Euro. Stärker noch als Spangdahlem soll danach Ramstein betroffen sein.

Das Internetportal Thedrive zitiert aus Haushatsdokumenten der US-Luftwaffe, wonach „die geografische Lage von Spangdahlem und der verfügbare Platz“ die Eifel-Airbase zu „einem idealen Standort als Drehkreuz für Jäger der 5. Generation“ machten.

Dazu passen auch die Aussagen, die vergangene Woche der scheidende Spangdahlemer Kommandeur Jason E. Bailey seinem Nachfolger David Epperson mit auf den Weg  gab: Er möge Spangdahlem „weiter zu einem Eckpfeiler der Air Force ausbauen“, so der in die Strategie-Abteilung des Pentagons wechselnde Colonel.

In Spangdahlem ist das 52. Jagdgeschwader stationiert: Es umfasst eine F-16-Kampfjet-Staffel mit mindestens 24 Flugzeugen. Zur Base gehören rund 4000 US-Soldaten. Die Angehörigen eingerechnet leben und arbeiten zwischen 10 000 und 11 000 Menschen auf dem Stützpunkt.

Mehr von Volksfreund