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Verdi ruft zum Streik am Dienstag auf – Busse bleiben stehen

Arbeitskampf : Verdi ruft zum Streik am Dienstag auf – Busse bleiben stehen

Die Gewerkschaft Verdi hat im Rahmen der bundesweiten Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst auch die Mitarbeiter der Stadtwerke Trier (SWT) für kommenden Dienstag, 29. September, zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

(hw/lrs) „Wir gehen davon aus, dass insbesondere unsere Busfahrer und Busfahrerinnen dem Aufruf folgen. Deshalb werden am Dienstag nur jene Linien auf die Strecke gehen, die von Auftragsunternehmen gefahren werden“, erläutert Michael Schröder, Leiter des Mobilitätsbereichs bei den SWT. Konkret sind das die Linien 17 und 30.

„Wir bitten unsere Fahrgäste um Verständnis und empfehlen, auf alternative Verkehrsmittel umzusteigen oder Fahrgemeinschaften zu bilden“, so Schröder weiter. „Wir haben während des Corona-Lockdowns gemeinsam mit den Personalvertretern zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um Kurzarbeit für unsere Fahrerinnen und Fahrer zu vermeiden. Und die Fahrgastzahlen liegen noch immer unter dem Normalniveau. Deshalb halten wir die Streiks in der aktuellen Situation nicht für angemessen“, kommentieren die SWT-Vorstände Arndt Müller und Steffen Maiwald.

Auch in anderen Unternehmensbereichen der Stadtwerke kann es zu streikbedingten Ausfällen und Einschränkungen kommen. Aktuelle Informationen rund um die Auswirkungen des Warnstreiks veröffentlichen die Stadtwerke unter www.swt.de.

Die Gewerkschaft sieht das indes anders: Auch in Mainz, Kaiserslautern und Pirmasens sollen nach dem Willen der Gewerkschaft Busse und Straßenbahnen von 3 Uhr früh bis Schichtende in den Depots bleiben. Verdi will einen bundesweiten Tarifvertrag für rund 87 000 Beschäftigte im ÖPNV durchzusetzen. Die Spartentarifverträge in den einzelnen Ländern sollen aus Sicht der Gewerkschaft durch eine bundesweite Regelung ergänzt werden. Derzeit laufen in allen 16 Bundesländern die Verhandlungen über die jeweiligen Tarifverträge im ÖPNV.

In Rheinland-Pfalz geht es laut Verdi um die Arbeitsbedingungen von 2000 Beschäftigten. Die Gewerkschaft fordert hier auch die sogenannte Durchbezahlung der Dienste – also auch der Pausenzeiten zwischen Fahrten, eine Schichtlängenbegrenzung sowie einen Kindersozialzuschlag von 200 Euro. Bisher habe es von der Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände Rheinland-Pfalz kein verhandlungsfähiges Angebot gegeben, kritisierte Verdi-Arbeitskampfleiter Marko Bärschneider.

Die Stadtwerke Trier bieten ihren Kunden  zum Bus-Streik eine Info-Hotline an: Die SWT-Kundenberater stehen unter der Telefonnummer 0651/7172-73 zur Verfügung.