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Versuchte Brandstiftung in Hillesheimer Rathaus

Versuchte Brandstiftung in Hillesheimer Rathaus

Wie die Öffentlichkeit erst jetzt erfuhr, ist am Dienstag versucht worden, im Hillesheimer Rathaus ein Feuer zu legen. Die Polizei vermutet, dass eine brennende Papierkugel durch ein offenes Fenster geworfen wurde. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung.

(vog) „Vermutlich war es ein übler Scherz, aber es hätte viel mehr passieren können“, resümiert Polizei-Oberkommissar Johann Strunk. Der Polizei-Bezirksbeamte hat alle bekannten Details zur versuchten Brandstiftung zusammengetragen.

Danach wurde am Dienstag in der Zeit zwischen 8 Uhr und 16.30 Uhr eine brennende Papierkugel durch ein offenes Oberlicht in ein Büro des Rathauses geworfen. Es war das Zimmer des Wirtschaftsförderers, der von 7.30 Uhr bis 8 Uhr noch in dem Raum war und danach zu Besprechungen im Gründerzentrum des Industrie- und Gewerbeparks in Wiesbaum unterwegs war.

Das Büro befindet sich ebenerdig – von der Kirchenseite aus gesehen – links neben dem dortigen Eingang. Gegen 16.30 Uhr bemerkte eine Kollegin aus dem Nachbarraum leichten Brandgeruch.

Bei der Suche nach der Ursache wurden im Büro des Wirtschaftsförderers auf dem Boden Asche gefunden. Polizist Strunk: „Die Ascherückstände waren so minimal, dass sie höchstens von einem verkokelten Blatt Papier stammen können.“

Die Ermittler sind sich aber sicher, dass der Brandgeruch von dieser Stelle ausging. Strunk: „Wir haben auch an den Jalousien des Fensters, im Bereich des offenen Oberlichtes, leichte Brandspuren entdeckt.“ Allerdings konnten trotz intensiver Suche keine Spuren am äußeren Metallrahmen des Fensters entdeckt werden.

Das Oberlicht befindet sich etwa in 2,50 Meter Höhe. Zu hoch, um gezielt durchs gekippte Oberlicht eine bestimmte Stelle im Raum zu treffen und niedrig genug, um eine brennende Papierkugel hindurch zu werfen.

Beobachtungen zum Vorfall und sachdienliche Hinweise bitte an die Polizei Daun, 06592/96260