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Verteidigungsministerin optimistisch: F16-Staffel aus Spangdahlem wird nicht verlegt

Truppenverlegung : Verteidigungsministerin optimistisch: F-16-Staffel aus Spangdahlem wird nicht verlegt

Positive Signale für den Verbleib des US-Flugplatzes Spangdahlem in der Eifel: Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer glaubt, dass die F-16-Staffel nicht nach Italien verlegt wird.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hält eine Teilverlegung von US-Truppen aus Deutschland auch unter der neuen amerikanischen Regierung für denkbar. Es sei möglich, dass die Pläne der Trump-Administration nicht komplett revidiert würden, sagte die CDU-Politikerin bei einer Videokonferenz mit dem rheinland-pfälzischen CDU-Fraktionschef Christian Baldauf. Kramp-Karrenbauer rechnet aber nach eigenen Angaben nicht damit, dass die auf dem Flugplatz Spangdahlem stationierte F-16-Staffel nun doch von den Verlegungsplänen betroffen sein könnte. „Eher das US-Hauptquartier in Stuttgart, das in die Nähe von Brüssel verlegt werden soll“, sagte AKK. Die MInisterin kündigte an, unmittelbar nach Amtsantritt des neuen US-Verteidigungsministers mit diesem Kontakt aufzunehmen. Der designierte Präsident Joe Biden will dafür Ex-General Lloyd Austin vorschlagen.

Das US-Repräsentantenhaus hatte diese Woche dem Gesetzespaket zum Verteidigungshaushalt zugestimmt.  Der Entwurf des Gesetzespakets sieht unter anderem vor, dass der von Trump geplante massive Abzug amerikanischer Soldaten aus Deutschland vorerst blockiert wird. Dort heißt es, der US-Verteidigungsminister müsse in einem Bericht an den Kongress darlegen, ob ein solcher Abzug im nationalen Interesse der USA wäre.

Ende Juli hatte Trumps inzwischen geschasster Verteidigungsminister Esper den Abzug von 12 000 US-Soldaten aus Deutschland angekündigt. Nach den Plänen sollte die in Spangdahlem stationierte F-16-Kampfjetstaffel nach Italien verlegt werden. Von einer solchen Verlegung könnte rund die Hälfte der rund 4000 US-Soldaten betroffen sein, die auf dem Stützpunkt stationiert sind. Die Angehörigen eingerechnet, leben und arbeiten dort fast 11 000 Menschen, darunter 740 deutsche Beschäftigte.