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Verwirrte Seniorin verursacht kuriosen Verkehrsunfall

Verwirrte Seniorin verursacht kuriosen Verkehrsunfall

Schreck in der Nacht für die Bewohner eines Hauses in Gerolstein. Eine offenbar verwirrte Senioren ist im Stadtteil Büscheich von der Straße abgekommen und landete in einer Hangmauer.

(vog) Ein kurioser Verkehrsunfall ruft in der Nacht auf Aschermittwoch, um 1.45 Uhr, drei Dutzend Einsatzkräfte auf den Plan. Eine 79-jährige aus Castrop-Rauxel hängt in der Böschung an einem Wohnhaus fest, das 300 Meter von der Straße entfernt liegt.
Die L 29 am Gerolsteiner Stadtausgang in Richtung Büscheich macht an der Wohnsiedlung „Waldhof“ einen scharfen Linksschwenker. In der Kurve ist die Abzweigung zum Waldhof.

Nach Rekonstruktionen der Polizei hat die 79-Jährige „wahrscheinlich in Folge von Desorientierung“ die abschüssige Zufahrtstraße für die L 29 gehalten. Auf ihrer Fahrt fuhr sie einen Begrenzungspfosten um, touchierte ein parkendes Auto und krachte durchs Gebüsch einen Abhang runter. Ohne jeglichen Bremsversuch. Es gibt keine Bremsspuren.

Mitten im Gestrüpp bleibt sie mit dem Motorblock auf einer Hangmauer hängen – nachdem sie vor den Pfeiler angebauter Balkone geknallt ist. Die älteren Mieter der Souterrainwohnung schrecken aus dem Schlaf auf. Sie sagen: „Wir wußten nicht, ob eine Bombe eingeschlagen ist oder die Erde bebt.“ Sie trauten ihren Augen nicht als sie die Terrassentür des sehr abgelegenen Hauses öffneten und das havarierte Auto sahen.

Die Autofahrerin war mittlerweile auf den Beifahrersitz gerutscht. Ihren kleinen Hund fest im Arm. Sie blieb unverletzt, wurde prophylaktisch ins Krankenhaus Gerolstein gebracht. Sie stellt den Hergang anders dar, denn sie sei von zwei Autos abgedrängt worden. Ein Polizeisprecher relativiert: „Wir halten dies für eine Schutzbehauptung.“

Es entstand laut ein Sachschaden von 9000 Euro an Fahrzeugen und Gebäude. Im Einsatz waren rund drei Dutzend Rettungskräfte der Feuerwehren Gerolstein und Lissingen sowie der DRK-Stelle Gerolstein und der Polizeiinspektion Daun. Die Bergung des havarierten Autos gestaltete sich schwierig. Feuerwehrleute „hoben“ es an der Mauer mit Luftkissen an, während der Abschleppdienst es am Heck mit einem Kran hochzog. Der Einsatz dauerte bis 3.30 Uhr.

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