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1000 Jahre Weidenbach: Feiern, erinnern, vorausschauen

1000 Jahre Weidenbach: Feiern, erinnern, vorausschauen

Von Witenbuoch zu Weidenbach: Die erste urkundliche Erwähnung des Orts vor 1000 Jahren ist am Wochenende groß gefeiert worden. Zahlreiche Besucher fanden den Weg ins Festzelt und auf die Festmeile.

Weidenbach. "Echt bewundernswert, was die Weidenbacher auf die Beine gestellt haben. Respekt!": Dieser Satz ist an diesem Sonntag sehr häufig von Besuchern der 1000-Jahr-Feier des Orts zu hören.
Sie haben sich auf der Festmeile zwischen Pfarrkirche und Sportplatz umgeschaut, wo gut 50 Stationen aufgebaut sind. Es gibt einen Stand, an dem Fußbälle genäht werden - zur Erinnerung an eine von Ende der 1960er bis Anfang der 1990er Jahren von vielen Weidenbacher Frauen ausgeübte Heimarbeit.
Es wird gezeigt, wie früher Wäsche gewaschen wurde, und zwischen den Ständen der auswärtigen Handwerker und Kunsthandwerker werden alte Traktoren und landwirtschaftliches Gerät gezeigt.
Immer in Bewegung an diesem Tag: Ortsbürgermeister Herbert Theisen. Er kann das Lob der Besucher nur unterstreichen: "Es ist eigentlich mit Worten nicht auszudrücken, was die Bürger geleistet haben. So gut wie alle Weidenbacher haben sich eingebracht und die 1000-Jahr-Feier zu einem Erfolg gemacht. Ich bin sehr froh, dass die vielen Helfer die Früchte ihrer Arbeit ernten können.""Echte Herausforderung"


Für ein Dorf mit gut 250 Einwohnern sei das große Fest eine echte Herausforderung gewesen, "und die haben wir mit Bravour gemeistert", sagt ein stolzer Bürgermeister.
Er hoffe nun, dass der Schwung und das Engagement, die in den vergangenen zwei Jahren an den Tag gelegt worden seien, möglichst lange anhielten: "Ich bin da ganz optimistisch."
Viel Lob für das Geburtstagsdorf in der Verbandsgemeinde Daun hatte es schon am Freitag beim offiziellen Festakt gegeben, der von Heimatforscher Alois Mayer (Daun-Pützborn) moderiert wurde. Er sagte, das Jubiläum sei nicht nur ein Anlass zu feiern, sondern auch zurück und nach vorn zu schauen. Zusammengefasst: "Feiern, erinnern, vorausschauen."
Anlass für die 1000-Jahr-Feier ist die erste urkundliche Erwähnung Weidenbachs am 17. Oktober 1016. Damals bestätigte Kaiser Heinrich II. dem Prümer Abt Urold Besitzungen in "Witenbuoch".
Randolf Stich, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Innenministerium, verwies auf "50 Generationen von Menschen, die das Dorf in den 1000 Jahren aufgebaut haben - und sie haben es gut gemacht".
Landrat Heinz-Peter Thiel sagte, es verdiene große Anerkennung, was in Weidenbach geleistet werde.Nächstes Fest in Oberstadtfeld

Foto: (e_daun )
Harte Hand-Arbeit: So wurde einst gewaschen. Foto: (e_daun )
Viel handwerkliches Geschick wird auf der Festmeile in Weidenbach demonstriert. TV-Fotos (3): Stephan Sartoris Foto: (e_daun )
„First Lady“ im Einsatz: Margret Theisen verkauft Festplaketten. Foto: (e_daun )


Der Bürgermeister der VG Daun, Werner Klöckner, wünschte sich, dass der im Dorf entstandene Schwung mitgenommen werde, "dann hat Weidenbach eine hervorragende Zukunft". Wer nun Gefallen gefunden hat an 1000-Jahr-Feiern, der braucht auf die nächsten nicht lange zu warten, denn es gibt noch weitere drei in der VG Daun: Am 16. und 17. Juli ist Oberstadtfeld an der Reihe, es folgen Gillenfeld im September und Niederstadtfeld im Oktober.