150 Jahre Volksbank: Mit 49 Pionieren hat 1866 alles angefangen

150 Jahre Volksbank: Mit 49 Pionieren hat 1866 alles angefangen

Großer Tag für die Volksbank RheinAhrEifel: Sie hat im Kurhaus in Bad Neuenahr gemeinsam mit mehr als 350 Gästen ihr 150. Bestehen im Rahmen eines Festakts offiziell gefeiert. Ehrengast war die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Daun/Bad Neuenahr. Als sich am 16. Dezember 1866 in Antweiler (gehört heute zur Verbandsgemeinde Adenau im Kreis Ahrweiler) 48 Männer und eine Frau trafen, um den "Darlehnskassenverein für die Bürgermeisterei Antweiler" zu gründen, konnte natürlich keiner ahnen, dass dieser Tag einmal die Keimzelle der heutigen Voba RheinAhrEifel sein würde. In ihr sind mittlerweile mehr als 70 einst selbstständige Banken vereint. Dazu gehören auch die Raiffeisenbank Kelberg, die 2001 mit der Voba RheinAhrEifel fusionierte, und die Voba Vulkaneifel, die 2002 dazukam.
Die Gründer orientierten sich am Genossenschaftsmodell, das sich Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland entwickelte. Die Väter dieser Idee sind Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch.
Das Prinzip, das dahintersteht: "Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele gemeinsam." Der Festakt zum 150-jährigen Bestehen wurde moderiert von Julia Bertram, Markenbotschafterin der Voba, sowie Peter Nüesch. Der Schauspieler und ehemalige Indentant der Burgfestspiele Mayen schlüpfte in die Rolle von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, Vater der genossenschaftlichen Bewegung. Durch eine Zeitreise katapultierte es ihn aus dem Jahr 1866 in die heutige Zeit, und er ließ gemeinsam mit Julia Bertram die 150-jährige Geschichte der Bank Revue passieren. Unterstützt wurden sie dabei durch die Künstlerin Irina Titova, die die wichtigsten Stationen der Bank - von der Gründung, über die Kriegs- und Krisenzeiten, die Wirtschaftswunderjahre bis in die Gegenwart - als Sand-Kunstwerke präsentierte.
Die heutige Voba RheinAhrEifel mit ihren mehr als 150 000 Kunden und über 91 000 Mitgliedern ist aus 78 Vorgängerinstituten hervorgegangen. Der Vorstandsvorsitzende Elmar Schmitz sagte, dass er und seine Vorstandskollegen die Bank als Familienunternehmen betrachten.
"Denn wir richten unser Unternehmen und unser Handeln langfristig aus und sehen uns in einer besonderen Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern, Kunden, Mitarbeiter und natürlich für unsere Region. So fühlen wir uns im Vorstand dieser Bank heute als die sechste oder siebte Generation, die dieses Unternehmen leitet." red/sts