20 Löschgruppen beim Verbandsgemeindetag der freiwilligen Feuerwehren

20 Löschgruppen beim Verbandsgemeindetag der freiwilligen Feuerwehren

Die Aufgaben der Feuerwehren sind längst über den ursprünglichen Auftrag der Brandbekämpfung hinausgewachsen. Das Ja für den Feuerwehreinsatz kostet beträchtliche Opfer an Freizeit, an Wochenenden und an Urlaubstagen. Verbandsbürgermeister Matthias Pauly ehrte langjährige Feuerwehrmänner und verpflichtete neue Mitglieder.

Gerolstein-Büscheich. Die Freiwillige Feuerwehr Büscheich hat den Verbandsfeuerwehrgemeindetag des Gerolsteiner Landes ausgerichtet. Sie wurde 1925 gegründet und ist derzeit mit einer Personalstärke von 24 Aktiven einsatzfähig. Die Leitung hat Brandmeister Markus Keppler. 16 Männer gehören der Alters- und Ehrenabteilung an.
20 Löschgruppen waren am Sonntag vertreten. Stadtbürgermeister Bernd May sowie Ortsvorsteher Oswald Weber freuten sich über die Vielzahl der anwesenden Feuerwehrleute und bedankten sich für deren verantwortliche ehrenamtliche Tätigkeit.
Vorausgegangen war am Vormittag die Wehrführerbesprechung im Bürgerhaus. Wehrleiter Karl-Heinz Kunze gab einen Überblick über die Ausbildungen des vergangenen Jahres. Die Beschaffung einer Wärmebildkamera für die Verbandsgemeinde Gerolstein war dringend notwendig. Die Freiwillige Feuerwehr Hohenfels-Essingen erhält noch in Kürze ein Feuerwehrfahrzeug (TSF-W) mit 800 Liter Tankinhalt. Die Auslieferung ist für Oktober angekündigt. Für die Feuerwehr Kalenborn wird eine Tragkraftspritze besorgt. Wehrführer Kunze erwähnte: "Diese Investitionen belaufen sich auf 80 000 Euro. Er forderte die anwesenden Kameraden auf, aktiv die Arbeit in der Feuerwehr mitzugestalten, die Jugend - innerhalb der Verbandsgemeinde sind es elf Jugendgruppen - an den Dienst heranzuführen und nicht zuletzt die Mitarbeit in der Stadt und in den Dorfgemeinden mitzufördern.
Kreisfeuerwehrinspekteur Christoph Bach sprach über den Startschuss für den Digitalfunk im Bereich Trier und Eifel. "Es zeigen sich Defizite, so dass wir jetzt analogen und digitalen Funk betreiben müssen. Dies erfordert eine zusätzliche Ausbildung", so Bach. Er sprach auch das Problem des Führerscheins an und ist überzeugt, dass nun eine Richtlinie in Mainz erarbeitet wird. "Wir haben gekämpft und stets eine tragfähige Lösung angestrebt, sonst stehen wir bald mit Feuerwehrfahrzeugen da, die aber keiner ohne gültige Fahrerlaubnis bewegen kann", stellte der Kreisinspekteur fest.
Der Musikverein Büscheich spielte zum Empfang der Wehren. VG-Bürgermeister Matthias Pauly sagte: "Die Büscheicher leben näher am Himmel, und durch den besseren Draht stehen wir hier nicht im Regen". Er bedankte sich zunächst für die hervorragende Arbeit, die die Feuerwehren geleistet haben und hob dann das Ehrenamt hervor: "Es ist keine Selbstverständlichkeit, was die Feuerwehrmitglieder aufbringen, zumal sie selbst haften für das, was sie tun. Hier ist der richtige Tag, dies in der Öffentlichkeit darzustellen", sagte Pauly. jtz
35 Jahre, goldenes Ehrenzeichen: Rudolf Krämer, Bewingen; Robert Benz, Roland Göres, beide Birresborn; Hermann-Josef Sprünker, Hohenfels-Essingen; Willi Schüssler, Kopp und Manfred Meeth, Pelm. 25 Jahre, silbernes Feuerwehrehrenzeichen: Stefan Meinen, Berlingen; Harald Krämer, Büscheich: Stefan Meyer, Duppach; Werner Breitenbach, Geest; Andreas Hoffmann, Markus Schneider, beide Gerolstein; Richard Koßmann, Hinterhausen und Markus Dargel, Neroth. Das silberne Feuerwehrehrenzeichen am Bande für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen erhielten Alfred Schüßler, Hinterhausen und Herbert Dreis, Kalenborn. Verpflichtung und Neuaufnahme in den aktiven Feuerwehrdienst: Jonas Blum und Kris Snels, beide Büscheich; Lena-Julia Clemens, Johannes Hetzius, beide Densborn; Christian Schmitz, Duppach und David Retzlaff, Gerolstein. jtz

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