2008 gibt es ein Wiedersehen

2008 gibt es ein Wiedersehen

DAUN. (red) 15 Schüler der elften und zwölften Jahrgangstufe des Thomas-Morus-Gymnasiums (TMG) in Daun waren in Begleitung der Lehrer Diana Grogan-Schomers und Günter Bürkle an der Partnerschule, einer High School in den USA (Lomira/Wisconsin), zu Gast.

Am Thomas-Morus-Gymnasium in Daun sind Schüleraustausch-Angebote schon lange keine Neuheit mehr, erst recht aber keine Seltenheit. Seit vielen Jahren finden jährlich mehrere Schüleraustausche mit Partnerschulen in Jelenia Góra (Polen), Chaville, Dijon, Toul (Frankreich) und Grafton (Wisconsin/USA) statt. Aufgrund der hohen Nachfrage wurden über die aus Wisconsin stammende Diana Grogan-Schomers neue Kontakte zur Lomira High School geknüpft, um noch mehr deutschen Schülern die Möglichkeit zu geben, in die USA zu reisen. In diesem Jahr gab es den ersten Austausch mit der neuen Partnerschule. Der Besuch der Amerikaner in Daun fand im Juni statt und war ein voller Erfolg. Während des Aufenthalts der Amerikaner in Deutschland waren gleichzeitig auch die Schüler der französischen und polnischen Partnerschulen zu Gast. Als "Rücktausch" gab es eine dreiwöchige Reise in die USA. "Als wir ankamen, war gerade Homecoming Week mit einem Footballspiel am Freitag und dem Homecomingdance am Samstag. Bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt konnten wir eine der Nationalsportarten der Amerikaner verfolgen", berichtet Tobias Heck aus Manderscheid. Homecoming ist eine Art Ehemaligentreffen der Schule. Während der so genannten "Homecoming-Woche" finden an der Schule verschiedene lustige Klassenwettbewerbe statt. Die ersten Eindrücke von der Schule waren für die Dauner Schüler überwältigend: An der Lomira High School werden rund 450 Schüler von der neunten bis zur zwölften Klasse unterrichtet. Deutschlehrer John Barbeau lebte einige Zeit in Heidelberg und hat vor drei Jahren begonnen, Deutsch zu unterrichten. Fast jeder zweite Klassenraum hat einen Klassensatz an Computern vorzuweisen, es gibt zwei Sporthallen mit Parkettfußboden und auch ansonsten ist die Schule für deutsche Verhältnisse sehr gut ausgestattet. In der Gesamtschule haben die Schüler jeden Tag den gleichen Stundenplan, der acht Stunden Unterricht zuzüglich Sport am Nachmittag umfasst. Für die rund 2200 Einwohner Lomiras gibt es vier Fast-Food-Restaurants, die einige Male auch in der Freizeit aufgesucht werden, wobei aber häufig aufgrund Zeitmangels im Auto gegessen wird. "Ohnehin wird für fast alle Strecken, die länger als 100 Meter sind, das Auto benutzt", sagt Christoph Daun aus Hörscheid. Im Rahmenprogramm des Austausches gab es unter anderem einen Besuch der Grafton High School, der anderen Partnerschule des TMG, einen Tag in Milwaukee inklusive der Besichtigung der Harley-Davidson-Fabrik und nicht zuletzt die jeweils dreitägigen Aufenthalte in der Millionenstadt Chicago und der Hauptstadt Washington DC. "Wir haben dort eine sehr schöne Zeit verbracht, viel über die amerikanische Kultur gelernt und neue Freunde gefunden", sagt Benedikt Drockur aus Daun. "Weitere private Besuche unsererseits sind bereits geplant, den Ersten zieht es schon an Weihnachten zurück in die USA." Aber auch weitere Begegnungen sind vorgesehen, der nächste Termin ist 2008, und der Austausch wird gleichzeitig mit Partnerschulen Grafton und Lomira stattfinden.

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