35. Auflage der Waldjugendspiele der Forstverwaltung Daun

Waldjugendspiele der Forstverwaltung Daun : Lernen im grünen Klassenzimmer

Unterricht zwischen Bäumen: Mehr als 850 Kinder und Jugendliche haben bei den 35. Waldjugendspielen der Dauner Forstverwaltung ihre Klassenzimmer mit Bewegung in der Natur getauscht.

„Mir hat der Trick mit den Brennnesseln gut gefallen“, „Ich fand das super cool“, „Nix gegen unseren Biolehrer, aber das hier war viel besser“, sagen Kinder und Jugendliche, die bei den Waldjugendspielen der Dauner Forstverwaltung mitgemacht haben.

An zwei Tagen haben die Forstleute, mit Unterstützung von Kollegen aus Bitburg, sowie freiwilligen Helfern, insgesamt 45 Klassen von 20 Schulen der Region mit dem Wald bekannt gemacht. „Vor allem jüngere Lehrer sind sehr sensibel für das Thema. Die leben selbst oft nachhaltig und wollen das auch transportieren“, so erklärt Klaus-Josef Mark die hohe Beteiligung.

Er ist beim Dauner Forstamt zuständig für Waldinformation, Umweltbildung und Walderleben. „Wir wollen den Kindern die Natur und das Thema Nachhaltigkeit vermitteln, das Zusammenleben der Tiere, Pflanzen und der Menschen. Das ist das Ziel der Waldjugendspiele“, betont Mark weiter. Das geschehe aber eher spielerisch „mit Kopf, Herz und Hand, also ganzheitlich.“

Den Begriff der Nachhaltigkeit erklärt Mark so: „Die Ausgewogenheit der Umsetzung zwischen Ökologie, Ökonomie und den gesellschaftlichen Anforderungen.“

Auch der Dauner Forstamtsleiter Horst Womelsdorf hält die Waldjugendspiele für ein wichtiges Mittel, um Kindern die Bedeutung des Waldes zu erklären: „Man sollte versuchen, zu erklären, welche Bedeutung der Wald auch für die wirtschaftliche Seite hat, aber dann gehört dazu auch der Spaß, draußen im Wald zu sein, in der Natur zu lernen und bei diesem Lernprozess die Funktion des Waldes aufzunehmen.“

Er hoffe, dass die Kinder so eine positive Grundeinstellung zum Wald und zur Arbeit der Förster finden. An elf Stationen auf zwei Kilometer langen Rundstrecken durch den Wald lernen die Kinder und Jugendlichen Baumarten kennen, andere Pflanzen zu bestimmen oder sie erfahren, wie die Tiere im Wald leben. Dass der Wald auch mit seinem Holz als Rohstofflieferant, etwa für Möbel- oder Papierindustrie, wichtig ist, versuchen die Forstleute ebenfalls zu vermitteln. Und wie nebenbei lernen sie auch, dass der Wald Erholung bieten kann. Der anfangs erwähnte Trick mit den Brennnesseln funktioniert übrigens so: Man packt die Pflanze von unten und streicht von unten nach oben, dann lassen die feinen Härchen ihr brennendes Gift nicht frei.