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35 Bischofsmützen entschärfen nun die Gefahrenstelle

35 Bischofsmützen entschärfen nun die Gefahrenstelle

An keiner anderen Kreuzung im Kreis Cochem-Zell kracht es so oft wie an der Bundesstraße 257/Landesstraße 101 in Ulmen. Kleine orangefarbene Plastikplatten mit Reflektoren soll es den Autofahrern aus Richtung Kelberg einfacher machen, zu erkennen, auf welcher Spur sich der Gegenverkehr befindet.

Ulmen. Es ist die unfallträchtigste Stelle im Kreis Cochem-Zell: An der Hauptzufahrt der Stadt Ulmen, hier kreuzen sich die Bundesstraße 257 und die Landesstraße 101, haben sich in jüngster Zeit mehr als ein halbes Dutzend Unfälle ereignet, mehrere Menschen wurden schwer verletzt.
Änderungen beschlossen


Nun hat die Verkehrsunfallkommission, ein Zusammenschluss aus Mitarbeitern des Landesbetriebs Mobilität Cochem-Koblenz, der Kreisverwaltung, der Verbandsgemeinden, der Straßenmeistereien und der Polizei, einige Änderungen beschlossen und umgesetzt.
Sie sollen die Kreuzung sicherer machen.
Wirklich sicher sind sich die Verkehrsexperten bisher nicht, warum es gerade an dieser gut einsehbaren Kreuzung so oft kracht. "Vielleicht liegt es an der doppelten Verkehrsführung", mutmaßt Polizeioberkommissar Jörg Schnitzius.
Denn die Verkehrsteilnehmer fahren aus Richtung Autobahn kommend, wenn sie in die Stadt fahren möchten, rechts neben dem übrigen Verkehr her. Nun trennen auf den letzten Metern etwa 35 sogenannte Bischofsmützen, kleine orangefarbene Plastikplatten mit Reflektoren, die Abfahrt von der Bundesstraße.
Dies soll es den Autofahrern aus Richtung Kelberg einfacher machen, zu erkennen, auf welcher Spur sich der Gegenverkehr befindet. Zudem wird so verhindert, dass Autofahrer trotz durchgezogener Linie im letzten Moment die Spur wechseln und so mit Autofahrern aus Richtung Ulmen kollidieren.
Blinklicht an der Brücke


Gleichzeitig blinkt nun an der Autobahnbrücke, die oberhalb der Kreuzung verläuft, eine Leuchte. "Das Blinklicht soll darauf aufmerksam machen, dass sich hier etwas geändert hat", erklärt Verkehrssicherheitsberater Schnitzius. Zudem wurde die Linksabbiegespur aus Richtung Kelberg um zwei Meter verlängert, was den Sichtwinkel der Fahrer verbessern soll.
Allerdings hat es auch nach den Verbesserungen schon wieder einen Unfall gegeben. Es blieb zum Glück nur bei einem Blechschaden. Auch mussten einige Bischofsmützen ausgetauscht werden, Autofahrer hatten trotz der stabilen Platten die Spur gekreuzt.
Nun wollen die Verkehrsexperten abwarten, wie sich die Situation entwickelt. Es bestehe noch die Möglichkeit, die doppelte Verkehrsführung aufzuheben. Ob dies die Gefahr an der Kreuzung entschärfen würde, ist ebenfalls nicht mit Gewissheit zu sagen. red