37 Millionen Euro für den Straßenbau in Bitburg-Prüm und Vulkaneifel

Kostenpflichtiger Inhalt: Infrastruktur : Rekordinvestition: 37 Millionen Euro für den Straßenbau in der Eifel

An den Straßen in den Kreisen Vulkaneifel und Bitburg-Prüm wird in diesem Jahr nicht gespart: Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein zieht Bilanz und blickt voraus auf kommende Projekte.

Ein großes Projekt neigt sich dem Ende zu: der Ausbau der Bundesstraße 51 von der Anschlussstelle Stadtkyll bis zur Landesgrenze Nordrhein-Westfalen. „Wir gehen davon aus, dass die Arbeiten im Mai abgeschlossen sein werden“, sagt Josef Arens, der LBM-Planungsveranwortliche.

6,3 Millionen werden dann insgesamt geflossen sein in ein Vorhaben, „das viel Geld gezogen“ und mit dazu beigetragen hat, dass die Straßenbaubehörde mit Sitz in Gerolstein für 2019 mit einem Rekordergebnis aufwarten kann. „37 Millionen Euro sind verbaut worden, ein Spitzenergebnis für den LBM“, lautet die Bilanz von Harald Enders, der den LBM seit gut 20 Jahren führt.

An Arbeit mangelt es nicht: 240 Projekte sind in Planung, gut 50 werden davon durchschnittlich pro Jahr realisiert. Und an Geld mangelt es auch nicht: Um die 35 Millionen Euro stehen jährlich zur Verfügung, eine Summe, auf die der LBM dank einer von Kontinuität geprägten Finanzausstattung durch Bund und Land schon seit geraumer Zeit bauen kann.

Seit dem Amtsantritt von Enders hat sich das Bauvolumen verdreifacht. Die Folge: „Wir haben ein Drittel weniger schlechte Straßen als 2002.“ Aber zurücklehnen ist nicht, denn gut 25 Prozent der Landes- und Kreisstraßen sind laut LBM-Chef noch in einem „sehr schlechten Zustand“.

321 Beschäftigte (in Voll- und Teilzeit) hat der LBM, der Großteil arbeitet in den acht Straßenmeistereien zwischen Irrel und Kelberg, acht Stellen sind momentan nicht besetzt. Auf dem Wunschzettel des LBM steht ein neuer Standort für die Zentrale, platzt doch das Gebäude in der Gerolsteiner Brunnenstraße aus allen Nähten und ist zudem sanierungsbedürftig.

Gesucht wird schon länger, aber wo es hingehen könnte, ist offen. Klar ist nur: Am Standort Gerolstein wird nicht gerüttelt. Enders: „Wir sind weiter guter Hoffnung, dass wird ein passendes Angebot bekommen.“

Beim Blick in die Liste für 2020 sticht ein Projekt heraus: die sogenannt Nord-Ost-Tangente für die „Hauptstadt“ des Eifelkreises. Die seit vielen Jahren geplante Umgehungsstraße um Bitburgs nördliche Innenstadt soll die wichtigen Verkehrsachsen B 50 über die B 257 und die L 32 bis zur B 51 verbinden. Ein über mehrere Jahre angelegtes Projekt mit geschätzten Gesamtkosten von elf Millionen Euro. Voraussichtlicher Start: „Im Spätsommer“, sagt Enders.

Das Ende des B-51-Ausbaus bei Stadtkyll ist in Sicht: Voraussichtlich im Mai sollen die Arbeiten beendet sein. Foto: Vladi Nowakowski. Foto: TV/Vladi Nowakowski
Das Ende des B-51-Ausbaus bei Stadtkyll ist in Sicht: Voraussichtlich im Mai sollen die Arbeiten beendet sein. Foto: Vladi Nowakowski. Foto: TV/Vladi Nowakowski

Viel diskutiert wird seit geraumer Zeit die automobile Zukunft mit Elektroautos, aber bei der Planungen für die  Verkehrsinfrastruktur in den beiden Eifelkreisen spielt das noch keine Rolle. Nach wie vor gilt: Sanierung und Erhaltung des Straßennetzes ist das Kerngeschäft des LBM.