400 Schüler suchen Zukunftsperspektive

400 Schüler suchen Zukunftsperspektive

Mehr als 400 Haupt- und Realschüler aus neun Schulen der Region, die kurz vor dem Abschluss stehen, haben sich beim Infotag der Berufsbildenden Schule (BBS) Gerolstein einen Überblick über die Fachrichtungen und Abschlüsse verschafft. Bei so manchem wurde dabei das Interesse für einen Job oder eine schulische Laufbahn geweckt, von der er bislang nichts gewusst hatte.

Gerolstein. Die jugendlichen Gäste, die aus Manderscheid ebenso wie aus Kelberg, Daun, Gerolstein, Hillesheim, Gillenfeld, Niederstadtfeld und Jünkerath gekommen waren, bekamen beim erneut gut organisierten Infotag der BBS Gerolstein einiges zu sehen und zu hören. Beispielsweise programmierte Industrieroboter in der Metallwerkstatt oder PS-starke Motoren in der KFZ-Werkstatt. Und bei den Tischlern bewahrheitete sich der Spruch, dass dort Späne fallen, wo gehobelt wird. Ausbilder Karl-Heinz Frauenkron sagte angesichts des Andrangs: "Holz interessiert noch immer viele." Aktuell werden in dem Fachbereich 22 Schüler unterrichtet.

Mit großem Engagement bei der Sache



Etwas weniger, nämlich 13, sind es derzeit bei der Kranken- und Altenpflege - obwohl die Nachfrage nach ausgebildeten Arbeitskräften derzeit sehr groß ist und nach Ansicht von Experten weiter steigen wird. Die Mädels, die ihren Job vorstellten, waren jedoch mit großem Engagement bei der Sache. So spielte Roxanne Spinger gerne "Patientin" und ließ sich von ihrer Mitschülerin Melanie Römer fachgerecht den Oberschenkel verbinden. Noch einen Schritt weiter ging Jennifer Pauls: Sie ließ sich gar einen flächendeckenden Kopfverband anlegen, hatte viel Spaß dabei und zog so auch die interessierten Blicke der jungen Gäste auf sich. Und ihr Fach.

Noch ein wenig höher war die Anziehungskraft nur an wenigen anderen Stellen. Natürlich stand die KFZ-Werkstatt wieder bei den Jungs sehr hoch im Kurs. Großen Zulauf hatten aber auch die Mädels von der Hauswirtschaft sowie die Jungs und Mädels des Fachbereichs Ernährung und Gastgewerbe. Erstere hatten ihr Café "Volle Kanne" eingerichtet und servierten Kaffee, Punsch und selbst gebackene Kuchen. Das stieß nicht nur bei den Gästen auf Zustimmung, sondern auch beim BBS-Kollegium. Auf den Geschmack gekommen waren die Gäste auch eine Etage höher - im Restaurant des Fachbereichs Gastgewerbe, wo diesmal alles im Zeichen der Kartoffel stand.

Leckere Köstlichkeiten vom Reibekuchen über ein Kartoffelgratin bis hin zum Döppekuchen wurden aufgetischt. Dazu gab es reihenweise Infos zu den Jobs in Küche und Service und deren Anforderungen.

Gezielte Informationen zu einzelnen Berufen lieferten auch die Vertreter der Indus trie- und Handelskammer sowie der Kreishandwerkerschaft, die erstmals dabei waren. So sagte Kreishandwerksmeister Herbert Lames: "Wir sind hier, um uns zu präsentieren und zu informieren, denn es geht darum, auch künftig noch qualifizierte Facharbeiter zu bekommen."

Einer, der sich in seinem Berufswunsch bestätigt sah, war Fabian Wild von der Graf-Salentin-Schule in Jünkerath. Er sagte: "Ich finde den Infotag gut und bin mir jetzt sicher, dass ich Land- und Baumaschinen-Mechaniker werden will."