5000 Schultage in Kamerun gesichert

5000 Schultage in Kamerun gesichert

Der zurzeit in Münster/Westfalen tagende Plenarrat des Katharinenordens hat die von ihm getragenen Einrichtungen in Daun und Kelberg besucht. Dabei überreichte eine Abordnung der Pflegeschule Maria Hilf Daun den Schwestern 1000 Euro für eine Schule in Kamerun.

Daun/Kelberg. (bb) Rein rechnerisch gesehen haben die 32 Absolventen des Altenpflege-Unterkurses (AP 09-12) der Pflegeschule Maria Hilf Daun innerhalb von neun Stunden 1000 Euro mit dem Verkauf von Kaffee und selbst gebackenem Kuchen an Patienten, Besucher, Mitarbeiter und Mitschüler erwirtschaftet. "Was aber viel mehr zählt, ist die Begeisterung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen", sagte am Rande der Geldübergabe der Schulleiter Hermann-Josef Melchiors dem Trierischen Volksfreund.

"Sie haben sich von den Berichten über das Leben und Wirken der Ordensgründerin Regina Protmann vor 500 Jahren inspirieren lassen", erklärte Melchiors. Hintergrund der gewinnbringenden Aktion war ein Schultag mit den Ordensschwestern Petra (Oberin des Maria-Hilf-Krankenhauses) und Magdalena (Oberin des Regina-Protmann-Hauses). Sie stellten dem Kurs die Biografie der Ordensgründerin, die Ordensregeln und die heutigen Tätigkeiten der Schwestern vor. Schon im Laufe dieses Tages sei der Plan entstanden, den Orden zu unterstützen, berichteten Anne Esch (19) und Swen Schmitz (22) dem TV.

Die beiden Schüler überreichten gemeinsam mit dem Schulleiter, seinem Stellvertreter Bernd Geiermann, der Klassenlehrerin Monika Schäfer und dem Pflegepädagogen Christian Günther die Spende. Sie soll für die 2004 erbaute Schule der Katharinenschwestern in Lomié in Kamerun/Afrika verwendet werden. "Dort kostet der Schulbesuch für ein Kind 20 Cent am Tag", sagte Swen Schmitz. Somit sichere die Spende seines Kurses 5000 Schultage.

"Die Aktion hat Spaß gemacht, und mit dem Erlös sind wir sehr zufrieden", erklärte Anne Esch. Sie seien im Herzen berührt, das Geld werde Früchte tragen, versprachen die Regionaloberin der kamerunischen Hauptstadt Togo, Schwester Ewa, und ihre Provinzratsschwester Brigitta.

Der Besuch der Generaloberin Vera Lóss (Rom) und von zwei Dutzend Katharinenschwestern in leitenden Positionen steht in Zusammenhang mit dem dreiwöchigen Plenarratstreffen des Ordens in Münster/Westfalen. "An den Wochenenden sind wir zu Gast bei unseren größten Kommunitäten", erklärte die Generaloberin. Dazu gehörten das Dauner Maria-Hilf-Krankenhaus mit den Pflegeschulen, das Regina-Protmann-Seniorenhaus Daun und das Regina-Protmann-Stift Kelberg. Der Plenarrat tagt alle sechs Jahre.

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