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54-Jähriger aus der Vulkaneifel wird wegen Besitz von Kinderpornografie verurteilt

Daun/Trier : Kinderpornografie: Haftstrafe für 54-Jährigen aus der Vulkaneifel

Ein Mann aus dem Vulkaneifelkreis wird vom Amtsgericht Trier zu einem Jahr Gefängnis ohne Bewährung verurteilt.

Vor Gericht ist er kein Unbekannter. Der 54-Jährige Angeklagte aus dem Vulkaneifelkreis erscheint beim Amtsgericht in Daun mit Handschellen, da er derzeit in der Justizvollzugsanstalt Wittlich wegen eines anderen Deliktes einsitzt. Nun ist er zusätzlich wegen Besitzes kinderpornographischer Schriften vom Amtsgericht in Daun zu einem Jahr Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt worden.

Staatsanwältin Frauke Straaten nennt die Vorwürfe: Der Beschuldigte sei in 150 Fällen im Besitz kinderpornografischer Schriften gewesen, bei denen sexuelle Handlungen oder eindeutige Posen von Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren vorgenommen wurden, die auf einem USB-Stick abgespeichert waren.

Denn bei einer Hausdurchsuchung im März 2020 haben Beamte auf einem Schrank im Wohnzimmer des Angeklagten einen USB-Stick und mehrere SD-Karten gefunden sowie ein Handy, das der Angeklagte noch versucht hatte zu verstecken. Die Gegenstände wurden per Durchsuchungsbeschluss sichergestellt, wie auch eine Playstation 4 inklusive Controller.

Er habe nie einen USB-Stick besessen. Da sich oft auch andere Personen in seiner Wohnung aufhielten, könnte dieser auch von jemand anderem sein, sagte dagegen der Angeklagte. Allerdings konnte der als Zeuge geladene Polizeihauptkommissar aus Trier bei der anschließenden Auswertung der Medien anderes nachweisen: Der USB-Stick wurde auf dem PC des Angeklagten benutzt.

Der Computer wurde bereits bei einem anderen Verfahren von der Staatsanwaltschaft Koblenz beschlagnahmt. Mit diversen technischen Untersuchungen und anhand der Seriennummer habe man genau feststellen können, wer den PC benutzt hat.

Auch habe man erkennen können, dass der USB-Stick verwendet und aufgerufen wurde, erklärte der Polizist. Auch die Daten seien kopiert worden. Auf dem Handy wurde ein Video mit einschlägigen kinderpornografischen Handlungen gefunden. Inzwischen habe er ein neues Handy, auf dem aber „nichts gefunden wurde, obwohl ich die Daten von meinem alten Handy übernahm“, sagte der Angeklagte. Allerdings weist das bisherige Strafregister des Angeklagten  – mit Urkundenfälschung, Betrug, sexueller Belästigung bis hin zu sexuellem Missbrauch von Kindern – „keine positive Sozialprognose“ auf, betonte die Staatsanwältin. Obwohl zur Tatzeit bereits ein anderes Verfahren bei der Staatsanwaltschaft Koblenz lief, habe der Angeklagte keine seiner Aufnahmen vernichtet.

„Für ihn spricht nichts Positives“, erklärt die Staatsanwältin und fordert eine Freiheitsstrafe von einem Jahr ohne Bewährung und die Einziehung des Handys.

Auch Richterin Julia Schmitz-Garde folgte der Argumentation der Staatsanwältin, indem sie die Freiheitsstrafe von einem Jahr ohne Bewährung bestätigte. Auch soll das Handy mit der Speicherkarte eingezogen werden.

Die Kosten des Verfahrens muss der Angeklagte ebenso tragen. Das Urteil ist rechtskräftig, weil der Angeklagte im Einklang mit Verteidigerin Sandra Jung auf Rechtsmittel verzichtet mit dem Hinweis: „Mir egal, mir glaubt sowieso keiner, ich habe nichts zu verlieren.“