1. Region
  2. Vulkaneifel

Ab April wieder Arzt vor Ort

Ab April wieder Arzt vor Ort

Am 1. April wird die frühere Praxis von Frank Rüschhoff in Gillenfeld als Außenstelle der Dauner Gemeinschaftspraxis Dr. Bangert/Dr. Zirwes wieder eröffnet. Arzt vor Ort wird Erich Filinski sein.

Gillenfeld/Daun. Am 31. Dezember war Schluss: Nach zehn Jahren als niedergelassener Arzt schloss Frank Rüschhoff seine Praxis in Gillenfeld. Seinen Entschluss, die Pulvermaargemeinde zu verlassen und in Bernkastel-Kues zu arbeiten, hatte er im Herbst vergangenen Jahres verkündet, was für einige Verunsicherung in der Bevölkerung der 1500-Einwohner-Gemeinde sorgte. Wie geht es weiter mit der medizinischen Versorgung vor Ort, fragten sich viele.

Außenstellen-Einrichtung dank Gesetzesänderung



Diese Frage ist nun beantwortet: Am 1. April wird die frühere Rüschhoff-Praxis als Außenstelle der Dauner Gemeinschaftspraxis Dr. Bangert/Dr. Zirwes wieder eröffnet. Arzt vor Ort wird Erich Filinski (Facharzt für Allgemeinmedizin) sein, der ab April bei der Gemeinschaftspraxis angestellt ist. "Nachdem bekannt war, dass Herr Rüschhoff Gillenfeld verlassen wird, wurde ich gebeten, mich um eine Nachfolge-Regelung zu kümmern", berichtet Volkhard Bangert.

Eine Gesetzesänderung machte es ihm möglich, aktiv zu werden. "Bis vor einigen Jahren war es niedergelassenen Ärzten nicht gestattet, Außenstellen zu eröffnen. Das wurde geändert und macht uns die nun gefundene Konstellation in Gillenfeld möglich. In vertraulichen und vertrauensvollen Verhandlungen wurde der Weg gebahnt, damit die Praxis wieder geöffnet werden kann", erklärt der 64-Jährige. Der künftige Arzt in Gillenfeld ist kein Unbekannter: Erich Filinski hat seit 1988 eine Gemeinschaftspraxis mit Dr. Heinz-Josef Weis in Daun betrieben, die nun beendet wurde.

In Gillenfeld kann er auf bewährte Kräfte bauen, denn die Mitarbeiterinnen der Praxis Rüschhoff werden übernommen. Die Arbeit in der bisherigen Gillenfelder Arzt-Praxis wird laut Bangert zunächst in den angestammten Räumen stattfinden - aber "nur übergangsweise, denn die Räumlichkeiten sind auf Dauer zu klein. Wir suchen größere Räume."

Er lobt die große Kooperationsbereitschaft der Gillenfelder Ortsbürgermeisterin Heike Hermes. Diese freut sich "sehr, dass das geklappt hat. Zum richtigen Zeitpunkt hat alles zusammengepasst". Die letztlich gut drei Monate währende Schließung der Praxis in Gillenfeld sei "ein überschaubarer Zeitraum".

Bangert legt Wert auf die Feststellung, dass es keine finanzielle Unterstützung seitens der Gemeinde gab, nur logistische. Anders war das in Dreis-Brück, wo die Gemeinde bei der Schließung der Praxis Horch im vergangenen Jahr alle Einrichtungsgegenstände gekauft hatte und diese der seit Januar praktizierenden Ärztin Dorothea Harbusch kostenlos zur Verfügung stellte.